Wer ein Smartphone besitzt, nutzt dieses inzwischen oft auch für den einen oder anderen Schnappschuss zwischendurch. Ein Glück, dass die Technik schon so weit fortgeschritten ist, dass man nicht immer eine Fotokamera mit sich schleppen muss! Befolgt man beim Fotografieren dann noch einige Tipps wie den Einsatz von Kontrasten oder einer spannenden Perspektive, können tatsächlich richtig gute Fotos mit dem Smartphone entstehen.

1. Gezielte Motivwahl

Viele sehr wirkungsvolle Fotos enthalten nur ein einziges, interessantes Motiv. Einige Profifotografen sagen, dass das Motiv nicht den gesamten Rahmen ausfüllen sollte und dass zwei Drittel des Fotos nicht im Fokus stehen sollten – das hilft dabei, das Motiv noch mehr hervorzuheben. Dieser „negative Raum“ wird im nächsten Punkt nochmal näher beschrieben.

Profi-Tipp: Sobald du das Foto aufgenommen hast, kannst du Filter und Apps verwenden, um das Motiv noch lebendiger zu machen oder es so zuzuschneiden, dass der Rahmen des Motivs stimmt. Auch die Helligkeit, der Kontrast und die Sättigung des Fotos können entsprechend angepasst werden – und das alles mit dem Smartphone. Eine beliebte App für die Fotobearbeitung ist Snapseed.

Gute Fotos mit dem Smartphone: Die Position des Motivs ist ein zentraler Aspekt
Gute Fotos mit dem Smartphone: Die Position des Motivs ist ein zentraler Aspekt
© Pexels via pixabay.com / CC0

2. Negativen Raum einbeziehen

Der „negative Raum“ in einem Foto beschreibt die Bereiche um und zwischen den Haupt-Motiven. Der richtige Einsatz kann ein Foto in seiner Wirkung stark aufwerten.

Wenn du viel leeren Raum in ein Foto einbeziehst, hebt sich das wichtige Motiv mehr ab und ruft eine stärkere Reaktion beim Betrachter hervor. Wie genau sieht negativer Raum aus? Oft ist es eine große Fläche unter freiem Himmel, ein leeres Feld, eine große Mauer oder Wasser. Diese Flächen sind eher monoton und unspektakulär.

Negativer Raum um das wichtige Motiv herum ist ein wichtiges Gestaltungsinstrument
Negativer Raum um das wichtige Motiv herum ist ein wichtiges Gestaltungsinstrument
© Myriams-Fotos via pixabay.com / CC0

3. Den Fokus richtig einsetzen

Gute Fotos mit dem Smartphone gelingen, wenn man den Fokusbereich manuell festlegt. Die heutigen Smartphone-Kameras fokussieren nämlich automatisch auf den Vordergrund des Bildes, aber nicht jedes Bild, das du mit dem Handy aufnimmst, hat ein offensichtliches Motiv hier im Vordergrund. Um einzustellen, worauf das Kameraobjektiv fokussieren soll, öffne deine Kamera-App und tippe dort auf den Bildschirm, wo die Ansicht geschärft werden soll.

Wenn du beispielsweise ein Foto von einem bewegten Motiv aufnimmst, kann es für deine Kamera schwierig sein, diesem Motiv zu folgen und bei Bedarf neu zu fokussieren. Tippe auf den Bildschirm, um den Fokus der Smartphone-Kamera kurz vor der Aufnahme zu korrigieren. Damit stellst du sicher, dass das sich bewegende Motiv so scharf wie möglich ist. Auf dem Kamerabildschirm sollte dann ein quadratisches oder kreisförmiges Symbol erscheinen, das den Fokus der Aufnahme auf den Inhalt innerhalb dieses Symbols verschiebt.

4. Spiele mit Perspektiven

Fotos aus einem einzigartigen, ungewöhnlichen Winkel aufzunehmen, kann diese in ihrer Wirkung überraschender machen. Man hat damit die Möglichkeit, bei den Motiven eine Illusion von Tiefe oder Höhe zu erzeugen. Die meisten Handyfotos werden entweder geradeaus oder aus der Vogelperspektive aufgenommen und erscheinen dadurch automatisch von der Perspektive aus betrachtet eher langweilig.

Versuche am besten mal, ein Foto in einem leichten Winkel nach unten aufzunehmen. Oder lege dich auf den Boden und probiere hier mit dieser für uns Menschen völlig ungewöhnlichen Perspektive, spektakuläre Aufnahmen zu machen.

5. Spannung durch Kontraste

Spiegelungen auf Wasserflächen, in Sonnenbrillen oder auf Metall bewirken durch die harten Farbunterschiede einen spannenden Kontrast im Bild. Versuche, diesen so oft wie möglich einzusetzen. Gerade bei der oft monotonen Landschaftsfotografie sind Kontraste sehr hilfreich.

Mit dem gezielten Einsatz von kontrastierenden Farben kann man ebenfalls für eine spannende Wirkung und somit für gute Fotos mit dem Smartphone sorgen. Rot auf Grün wirkt genauso klasse wie Orange auf Blau oder die klassische Schwarz-Weiß-Fotografie. Auch schön ist eine helle Sonneneinstrahlung auf bestimmten Motiven.

Kontrast im Foto machen dieses spannend
Kontrast im Foto machen dieses spannend
© Free-Photos via pixabay.com / CC0

6. Führende Linien lenken den Blick

In manchen Fotos findet man eine imaginäre  Linie, die das Auge des Betrachters durch das Bild zu einem bestimmten Punkt lenkt. Diese  Führungslinien können gerade, zackig, kurvig oder kreisförmig sein. Das sind beispielsweise Treppen,  Bahngleise, Straßen oder auch einen Weg durch den Wald.

Führungslinien helfen bei der Erzeugung einer Tiefenwirkung im Foto und erleichtern dem Betrachter häufig auch das Erfassen des zentralen Bildmotivs.

7. Besonderen Bildausschnitt wählen

Nicht immer muss das Hauptmotiv im Bild mittig zentriert sein. Viel spannender ist eine etwas seitliche Position. Auch kannst du Bereiche eines nebensächlichen Motivs etwas anschneiden, so dass der Blick des Betrachters konkret auf die Hauptsache gelenkt wird. Wäre beim folgenden Beispiel die Frau vollständig zu sehen, würde man sich sicherlich mehr für ihr Gesicht als für die Wunderkerzen interessieren:

Ein gezielt gewählter Bildaausschnitt sorgt für Spannung
Ein gezielt gewählter Bildaausschnitt sorgt für Spannung
© Free-Photos via pixabay.com / CC0

8. Zoom vermeiden

Wenn du ein Foto aus der Ferne aufnimmst, kommst du vielleicht auf die Idee, den Zoom deiner Kamera einzusetzen. Tu es besser nicht! Dadurch kann das Foto körnig, unscharf oder verpixelt erscheinen. Die bessere Alternative ist es, näher an das Motiv heranzutreten.

9. Symmetrien einsetzen

Symmetrische Anordnungen transportieren ein Gefühl von Harmonie und Gleichgewicht. Das wirkt beruhigend auf den Betrachter und kann als Stilmittel bei Fotos gut funktionieren. Das Bild wird hierbei in gleiche Teile geteilt, die quasi Spiegelbilder voneinander sind. 

10. Natürliches Licht verwenden

Eine Fotografie mit Blitz lässt das Motiv schnell überbelichtet aussehen. Zudem verändert das grelle Licht die Farben. Daher sollte man alle natürlichen Lichtquellen nutzen, die im Moment der Aufnahme irgendwie zur Verfügung stehen. Eine Softbox für die Fotografie oder ein Ringlicht sind weitere Möglichkeiten, für eine bessere Ausleuchtung zu sorgen.

In deiner Bildbearbeitung-App kannst du im Bereich der „Belichtung“ meist noch einiges herausholen. Auch bei der Bildbarbeitung am PC ist eine Verbesserung der Fotos möglich.

Fotos auf Postkarten drucken lassen

Wie schade wäre es doch, wenn du deine Kreationen nur auf dem Smartphone speichern würdest. Eine schöne Idee ist es, deine Fotos auf Karten drucken zu lassen und deinen Liebsten bei Gelegenheit per Post zuzusenden! Bei der Gestaltung der Postkarten stehen dir unterschiedliche Designs zur Verfügung. Du lädst deine Fotodateien einfach hoch und setzt diese in fertige Layouts ein. Wer mag, ergänzt die Postkarten noch mit Texten. Das passt zum Geburtstag genauso wie einfach mal so zwischendurch!

Werbung
Vorheriger ArtikelDamenaccessoires, die deinen individuellen Stil definieren
Nächster ArtikelMaritimer Einrichtungsstil: Farben und Elemente richtig einsetzen