Immer mehr Strom wird grün und die Photovoltaikanlagen sind hierbei eine große Unterstützung. Auf vielen Dächern sorgen sie dafür, die Energie der Sonne in elektrischen Strom umzuwandeln und für die alltägliche Nutzung bereit zu stellen. Allerdings scheint nicht immer die Sonne. Akkus können zum Glück Strom speichern und dieses Problem lösen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du mit einer PV-Anlage Strom generierst, was du mit dieser erzeugten Energie machen kannst und wie du ihn speicherst.

Photovoltaik Strom speichern in einem Akku und damit den Eigenbedarf verdoppeln
Photovoltaik Strom speichern in einem Akku und damit den Eigenbedarf verdoppeln
© bebslabor via Canva.com

Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) gehört zu den Solaranlagen. Dies bedeutet, dass es eine Technologie ist, um die die Energie der Sonnenstrahlen nutzt. Besonders praktisch ist die PV-Anlage, da sie die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandelt, welchen man dann woanders verwendet. Sie unterscheidet sich damit auch direkt von der Solarthermie-Anlage, welche die Sonneneinstrahlung nutzt, um Wärme zu gewinnen.

Sobald also elektrischer Strom generiert wird, kannst du diesen in drei Wegen nutzen:

  1. Sofortige Verwendung im eigenen Haus/Wohnung,
  2. Stromspeicher einsetzen und die Energie länger nutzen,
  3. Einspeisung ins öffentliche Netz.

1. Sofortige Verwendung des generierten Stroms zu Hause

Diese Methode ist am häufigsten gesehen und wird von jedem Photovoltaik-Besitzer zumindest zum Teil genutzt. Hier läuft der elektrische Strom, der in der Photovoltaik-Anlage produziert wird, ohne Umweg direkt ins eigene Hausnetz ein.

Der komplette Stromkreislauf im Haus wird genutzt, man hat so die Möglichkeit, den benötigten Strom für alle elektrischen Geräte bereit zu stellen. Geräte wie Waschmaschine, Fernseher oder der elektrische Herd greifen auf den Strom zurück. Falls der generierte Strom ausreicht, fallen keine Kosten für zusätzlichen Strom an, wodurch man langfristig gesehen viel Geld spart.

Auch der Kühlschrank kann über den generierten Strom laufen. Jedoch benötigt der Kühlschrank auch nachts Strom, wenn draußen gar keine Sonne scheint. Hier brauchen wir eine andere Lösung.

2. Stromspeicher einsetzen und die Energie rund um die Uhr nutzen

Einer der Nachteile einer PV-Anlage ist, dass sie nur Strom zur Verfügung stellen kann, wenn Sonnenstrahlung vorhanden ist. Folgende Punkte können diese einschränken: Tages-, und Jahreszeit spielen natürlich mit die größte Rolle beim Auftreten der Sonne. Jeder weiß, dass die Sonne im Winter nur kurz rauskommt und schnell wieder verschwindet. Lange Nächte ohne Sonneneinstrahlung und ohne Stromproduktion sind die Folge. Über den Tag verteilt ist die Sonneneinstrahlung üblicherweise mittags am stärksten. Die geografische Lage entscheidet auch stark über die eintreffende Energie der Sonnenstrahlen. Näher am Äquator ist die Energie Sonnenstrahlen viel stärker und konzentrierter. Dies erlaubt nicht nur hohe Temperaturen, sondern auch viel Energieumwandlung. Wetterbedingungen haben auch großen Einfluss über den produzierten Strom. Ein sehr klarer und sonniger Tag produziert mehr Strom, als ein bewölkter und regnerischer Tag. Auch dichter Nebel oder Luftverschmutzung können die Sonneneinstrahlung behindern. Für all diese Punkte sind Akkus die perfekte Lösung. Akkus können Strom speichern, sodass man jederzeit auf diesen zurückgreifen kann. Deshalb werden sie auch einfach „Stromspeicher“ genannt. Mit ihnen kann man seinen vollständigen Stromverbrauch über die grüne Energie der Sonne erzeugen lassen. Ein Akku erlaubt damit also auch eine umweltfreundlichere Stromnutzung. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass am Tag überschüssig Strom produziert wurde, welcher nachts oder bei schlechten Witterungsverhältnissen übrig ist.

3. Einspeisung vom produzierten Strom ins öffentliche Netz

Dies ist eine Möglichkeit, bei der man den elektrischen Strom der Photovoltaik-Anlage in das allgemeine Stromnetz einleitet. Das allgemeine Stromnetz ist das öffentliche Stromnetz. einfach erklärt ist dies der Stromkreislauf, an den jedes einzelne Gebäude angeschlossen ist.

Normalerweise zapft man das öffentliche Stromnetz an, weil man Strom benötigt. Man bezieht also Strom aus dem Netz und bezahlt dafür. Bei der Einspeisung von Strom gibt man jedoch seinen produzierten Strom in das öffentliche System hinein. Je nach Menge, kriegt man für seinen eingespeisten Strom Geld zurück.

Photovoltaik-Anlagen in Verbindung mit einem Stromspeicher ermöglichen die Nutzung der erzeugten Energie über den ganzen Tag verteilt und können auch am Balkon angebracht werden
Photovoltaik-Anlagen in Verbindung mit einem Stromspeicher ermöglichen die Nutzung der erzeugten Energie über den ganzen Tag verteilt und können auch am Balkon angebracht werden
© aberheide - Stock images by Depositphotos

Wann ist Strom speichern sinnvoll?

Ein Stromspeicher ist für viele langfristig eine schlaue Investierung. Er hat sowohl ökonomische, als auch ökologische Vorteile.

Der große Vorteil ist, wie der Name schon sagt, dass man mit einem Stromspeicher Strom speichern kann. Dies hilft vor allem finanziell, da man nun den überschüssigen Strom, der am Tag produziert wurde, noch nutzen kann. Er wird sozusagen aufgehoben, statt verloren zu gehen. Falls es keinen Stromspeicher gibt, muss in Zeiten mit wenig Sonneneinstrahlung auf den regulär-bezogenen Strom zurückgegriffen werden, der natürlich dann auch kostet.

Zwar kostet der Stromspeicher bei der Anschaffung Geld, jedoch spart man langfristig durch ihn. Nachdem man nämlich einmal den Stromspeicher bezahlt hat, ist der produzierte Strom kostenlos. Schließlich muss keiner für die Sonnenenergie bezahlen. So spart man mit jeder genutzten Kilowattstunde aus der PV-Anlage an Strom, den man eigentlich hätte bezahlen müssen.

Letztendlich kann man sogar erneuerbare Energien mit der Anschaffung einer PV-Anlage und einem Stromspeicher unterstützen. Die Photovoltaik-Anlage produziert den grünen Strom und der Stromspeicher erlaubt es, diesen auch nachts und ohne Sonne zu nutzen. Wäre dieser nicht vorhanden, müsste man gegebenenfalls auf Strom umsteigen, der aus fossilen Quellen stammt. Gut zu wissen ist auch, dass die Anschaffung von Photovoltaik Anlagen gefördert wird.

Wo kann man Photovoltaik-Anlagen anbringen?

Man sieht immer mehr Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Wohngebäuden. Die private Nutzung ist hier auch der häufigste Verwendungszweck.

Man kann die PV-Anlagen dabei sowohl auf dem Hausdach selbst, als auch auf einer Fläche davor aufstellen. So eine Fläche kann zum Beispiel ein Carport, Schuppen oder Wintergarten sein. Wichtig ist es hier zu erwähnen, dass man solche Anlagen sowohl auf Schrägdächern, als auch auf Flachdächern aufbauen kann.

Auch sieht man immer mal wieder Solaranlagen an Balkonen hängen. Diese sind sehr mobil, vergleichsweise günstig in der Anschaffung und einfach aufzubauen.

Daneben werden PV-Anlagen aber auch im Gewerbe immer beliebter und mittlerweile auch häufig vom Staat genutzt. So dienen zum Beispiel große Lagerhallen und Dächer von Gewerbegebäuden immer mehr als Fläche für Solaranlagen. Auch Freiflächen in der Natur werden immer mehr genutzt, um große Solarparks aufzustellen. So kann grüne und erneuerbare Energie generiert und für die örtlichen Anwohner angeboten werden.

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