Eine immergrüne Hecke hat viele Vorteile: Sie ist eine Alternative zum klassischen Zaun und schützt so vor neugierigen Blicken. Auch einen unangenehmen Windstoß kann die Hecke abfangen und sieht dabei so schön grün und natürlich aus. Hecken werden nicht nur zur Abgrenzung vom Nachbarn verwendet, sie dienen auch der dekorativen Verschönerung entlang von Wegen im Garten vor dem Haus und auch dahinter. Wer bunte Beete pflanzt, freut sich über einen grünen Hintergrund. Auch den kann eine Heckenbepflanzung liefern. Welche Pflanzen sind aber nun das ganze Jahr über grün? Hier findest du fünf passende Kandidaten. 

1. Liguster Hecke

Wenn du auf der Suche nach einer heimischen Pflanze bist, kannst du Liguster als immergrüne Hecke in Betracht ziehen. Er behält in milden Wintern sein Blätterkleid – wird es sehr kalt, treiben die Blätter im Frühling schnell wieder aus. Die weißlich-gelben Blüten halten im Juni bis Juli reichlich Nahrung für kleine Insekten und auch Vögel bereit. Somit zauberst du mit einer Liguster Hecke eine kleine Wohlfühl-Oase für die Tierchen in deinem Garten und hilfst dabei, die Artenvielfalt zu unterstützen.

Die Pflanze wächst bei regelmäßigem Schnitt kompakt und blickdicht. Sie ist pflegeleicht und stellt wenig Ansprüche.

Die Liguster-Hecke bietet Bienen und Insekten viel Futter dank ihrer Blüten
Die Liguster-Hecke bietet Bienen und Insekten viel Futter dank ihrer Blüten
© runzelkorn - Stock images by Depositphotos

2. Thuja-Hecke

Der Lebensbaum Thuja occidentalis ‚Smaragd‘ wächst schlank und zuckerhutförmig etwa vier bis acht Meter in die Höhe. An der breitesten Stelle wird er bis zu einem Meter Durchmesser erreichen. Wenn er etwa zehn bis fünfzehn Jahre alt ist, bekommt der Lebensbaum erst Blüten.

Ein großer Vorteil der Smaragd-Thuja ist, dass sie nur selten geschnitten werden muss. Durch ihre sattgrüne Farbe (daher der Name) sieht die Pflanze immerzu schön aus und bleibt in Form. Ein Nachteil für alle, die sehr schnell einen hohen Sichtschutz haben möchten, ist der langsame Wuchs. Die Smaragd-Thuja schafft als immergrünes Nadelgehölz nur etwa zehn bis dreißig Zentimeter Höhe pro Jahr. An den Boden und den Standort stellt die pflegeleichte Pflanze wenig Ansprüche, am liebsten mag sie allerdings feuchte Böden und viel Sonne. Wenn es zu lange trocken ist, kann es zu braunen Spitzen kommen.

Die Smaragd-Thuja wächst nur sehr langsam, dafür muss man sie kaum in Form schneiden
Die Smaragd-Thuja wächst nur sehr langsam, dafür muss man sie kaum in Form schneiden
© NadyaSo - Stock images by Depositphotos

3. Eibe

Die Europäische Eibe – Taxus baccata – ist ein immergrünes Nadelgehölz. Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten, die als Hecke oder auch solitär als Strauch genutzt werden. Eiben können bis zu 15 Meter hoch wachsen und sind sehr beliebt als immergrüne Hecke. Durch ihre Frosthärte gibt es im Winter keinerlei Probleme mit der Eibe. Die Eibe ist in ihren Pflanzenbestandteilen hochgiftig für Mensch und Tier, nur die Früchte werden von Vögeln gern gegessen. Der Tiefwurzler kommt mit Schatten gut zurecht und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden.

Hochgiftig, dafür frosthart und immergrün ist die Europäische Eibe
Hochgiftig, dafür frosthart und immergrün ist die Europäische Eibe
© vergl@centrum.cz - Stock images by Depositphotos

4. Kirschlorbeer

Der im Garten gepflanzte Kirschlorbeer ist nicht die Pflanze, die wir in der Küche zum Kochen nutzen. Kirschlorbeer nennt sich botanisch „Prunus laurocerasus“ und wächst sehr schnell. Zum Sommerende wachsen schöne Beeren, über die sich Vögel freuen.

Der Wuchs der Kirschlorbeer ist eher wild und aufgrund der Blattform weniger exakt. Hier wird schnell eine optimale Blickdichte erreicht. Wer Formgehölze mag, liegt mit dieser Pflanze aber nicht richtig.

Der Kirschlorbeer ist nur bedingt winterhart. Hier sollte bei sehr niedrigen Temperaturen der Boden am besten mit Stroh oder Vlies abgedeckt werden, um Schäden an der Pflanze zu vermeiden. Alternativ kann man sich für die besonders robusten Sorten ‚Etna‘ oder ‚Zabeliana‘ entscheiden, die bis -25°C aushalten.

Kirschlorbeer Hecken wachsen schnell, brauchen daher oft einen Rückschnitt
Kirschlorbeer Hecken wachsen schnell, brauchen daher oft einen Rückschnitt
© cadama - Stock images by Depositphotos

5. Glanzmispel

Die Glanzmispel (Photinia) kommt mit rötlich oder bronzefarbig wachsenden Trieben sehr farbfreudig daher. Im Mai Juni zieren sie weiße Blütenrispen, insgesamt wächst die Pflanze schnell und buschig, kann allerdings gut in Form geschnitten werden, was im Frühling großzügig und Richtung Herbst auch nochmal ein wenig geschehen sollte. Die Glanzmispel eignet sich auch als winterharte Kübelpflanze.

Sie kann im Winter Temperaturen bis -20°C vertragen, wird es kälter, sollte der Boden mit Vlies oder Stroh abgedeckt werden. An den Boden stellt sie wenig Ansprüche und ist insgesamt pflegeleicht. 

Die Glanzmispel als immergrüne Hecke wächst mit farbig beeindruckenden Trieben
Die Glanzmispel als immergrüne Hecke wächst mit farbig beeindruckenden Trieben
© livadask - Stock images by Depositphotos

Wann eine immergrüne Hecke pflanzen?

Es ist optimal, frostempfindliche Hecken im Frühling zu setzen. So können sie noch genügend Wurzeln im Bodenreich bilden, bevor der Winter kommt. Die Pflanzen brauchen viel Wasser, um richtig anzuwachsen. Frostunempfindliche Heckenpflanzen kann man auch in der Zeit von September bis November pflanzen. Frostunempfindliche Containerpflanzen kann man das ganze Jahr über setzen.

Fazit

Eine immergrüne Hecke als Sichtschutz ist eine tolle Alternative zu einem Zaun oder Gabionen. Wer einen schnellen Wuchs möchte, sollte zur Kirschlorbeer greifen, wer optisch exakt wachsende Hecken bevorzugt, liegt mit einer Smaragd-Thuja oder der Eibe richtig. Eiben sollten allerdings wegen ihrer Giftigkeit nicht gepflanzt werden, wenn kleine Kinder im Garten sind.

Werbung
Vorheriger Artikel5 kreative Tipps, um sich zu verloben!
Nächster ArtikelHochzeit planen: So wird der schönste Tag im Leben zu einem Erfolg