Gerade in der kalten Jahreszeit zieht es viele Menschen in den Süden. Doch Mallorca und Kroatien haben dann auch keine Badesaison! Da muss man tatsächlich noch weiter fliegen. Die kanarischen Inseln westlich von Afrika sind ein beliebtes Ziel in den Wintermonaten. In diesem Artikel erfährst du die Gründe dafür und was jede einzelne Insel so besonders macht.

Unkompliziert in den Süden reisen

Die Reise beginnt bereits zu Hause, wenn du deine Koffer packst und den Weg zum Flughafen antrittst. Damit es hier nicht schon stressig wird, ist es möglich, mit der Bahn zu fahren – wenn du das magst. Am schnellsten und unkompliziertesten kommst du aber natürlich mit dem eigenen PKW zum Flughafen. Du kannst dein Auto am Flughafen auch mehrere Tage und sogar Wochen abstellen, meistens stehen Parkhäuser oder bewachte Parkflächen zur Verfügung. Wo du dein Auto günstig und vor allem sicher am Flughafen parken kannst, erfährst du auf Parkos.de.

Parken am Flughafen nimmt dir vor der Reise schon eine Menge Stress
Parken am Flughafen nimmt dir vor der Reise schon eine Menge Stress
© Raul De Los Santos via unsplash.com / CC0

Reiseziel kanarische Inseln

Die Kanaren liegen westlich von Afrika, hier ist es auch im Winter noch mit ca. 14 bis 22 °C noch angenehm warm, so dass man auch im T-Shirt herumlaufen und sich richtig gut erholen kann. Lerne nachfolgend die Besonderheiten der einzelnen kanarischen Inseln genauer kennen.

Gran Canaria - Große Vielfalt

Die Insel Gran Canaria ist ein absolutes Multitalent unter der kanarischen Inseln! Hier findet jeder seine liebste Reisebeschäftigung. Das kann das Sonnenbaden sein oder auch der Shoppingtrip, ein kulturell geprägter Ausflug oder die sportliche Betätigung.

Schon die Hauptstadt Las Palmas begeistert mit zahlreichen Boutiquen, Cafés und Restaurants. Hier findet man aber auch große Einkaufszentren, in denen man shoppen oder einfach nur seine Zeit mit einem Getränk verbringen kann. Die malerische Altstadt Vegueta hält viele Sehenswürdigkeiten bereit. Wer die Sonne am Strand genießen möchte, wird die Playa de Las Canteras lieben. Hier findet man auch zahlreiche Wassersportmöglichkeiten.

Ein absoluter Traumstrand ist der Strand von Maspalomas, die gleichnamigen Dünen liegen gleich nebenan und sind ein beliebtes Fotomotiv für Fotos mit deiner neusten Bademode. Hier hat man tatsächlich kurz das Gefühl, in der Sahara-Wüste zu sein! Die Playa del Inglés an der Südküste ist ein Ziel für alle, die Strand- und Nachtleben gern miteinander kombinieren. Für Familien finden sich im Süden Strände mit flachem Einstieg, was gerade die Kleinen sehr begeistern wird.

Für Aktive hat Gran Canaria vor allem im Landesinnern zahlreiche besondere Wanderwege zu bieten. Entdecke hier die wunderschönen, grünen Landschaften und vielleicht auch einige der 33 Naturschutzgebiete auf der Insel. Im Naturschutzgebiet Monumento natural del roque nublo lohnt sich eine Wanderung zum Berg Roque Nublo. Hier gibt es viele beeindruckende Höhlen zu bestaunen. 

Wenn du auf Gran Canaria unterwegs bist, besuche auch unbedingt das schöne Dorf Teror im Inselinneren, am besten an einem Sonntag! Der Sonntagsmarkt rund um die Basilika in der denkmalgeschützten Altstadt ist wirklich sehenswert.

Mit die beeindruckendste Dünenlandschaft auf den kanarischen Inseln ist die von Maspalomas
Mit die beeindruckendste Dünenlandschaft auf den kanarischen Inseln ist die von Maspalomas
© Paul Gilmore via unsplash.com / CC0

Fuerteventura - Paradies für Wassersportler

Als zweitgrößte der kanarischen Inseln und im Vergleich eher flach statt bergig ist Fuerteventura. Sie ist vor allem für die wunderschönen weißen Sandstrände bekannt. Insgesamt findest du hier 150 km Strand – perfekt für einen ausgiebigen Bade- und Wassersporturlaub. Besonders einladend sind die Strände von Playa de Sotavento mit dem Strandabschnitt Risco del Paso oder die Playa del Castillo.

Die Vulkanlandschaft von Fuerteventura ist eher karg und hat nur wenige Grünflächen. Oft zu sehen sind hier allerdings Windmühlen!

Corallejo ist sehr beliebt bei Touristen. Hier kannst du viele Restaurants und Bars finden. Die schönen Sanddünen im Parque Natural de las Dunas de Corralejo grenzen direkt an. Türkisblaues Wasser und ein flacher Einstieg machen den Strand auch für Familien attraktiv.

Fuerteventura lohnt sich vor allem für Wassersportler, denn das Wasser hat durchschnittlich eine Temperatur von etwa 22°C. Die Auswahl an Sportangeboten ist riesig: Surfen, Jet Ski, Kiten oder Schnorcheln … Die raue Küste im Westen der Insel ist allerdings nur für die eingefleischten Wassersportler zu empfehlen.

Fuerteventura ist ein Paradies für Wassersportler
Fuerteventura ist ein Paradies für Wassersportler
© Michal Mrozek via unsplash.com / CC0

Teneriffa - Entdeckerinsel für die ganze Familie

Auf Teneriffa finden Familien mit Kids einen Ort, um sich beim Badeurlaub zu entspannen. Es bietet sich im Südwesten vor allem die Playa del Duque an. Dort gibt es auch den Siam Park zu entdecken, ein ausgezeichnete Wasserpark. Auch wunderschön ist die Playa de las Teresitas, wo extra Sahara-Sand angehäuft und somit zu einem künstlichen Strand aufgeschüttet wurde. Zudem punktet Teneriffa bei Surfern beispielsweise an der Playa El Médano.

Dennoch lässt es sich in der großartigen teilweise grünen und teilweise vulkandurchsetzen Landschaft von Teneriffa genauso gut wandern. Hier bietet die Insel eine riesige Vielfalt an Möglichkeiten. Historische kleine Dörfer und Städte bedienen alle, die etwas Kultur genießen möchten. Entdecke z.B. das kleine Dorf Masca im Nordwesten der Insel, das früher Piraten Schutz gegeben haben soll oder das Dorf San Andrés im Südosten der Insel, welches komplett an einem Berghang gebaut wurde!

In der Hauptstadt der Insel Santa Cruz lässt es sich gut feiern. Hier machen auch viele der großen Kreuzfahrtschiffe halt und lassen sich vom Hafen aus bestaunen.

Teneriffa lädt gleichermaßen zum Wandern wie auch Baden ein
Teneriffa lädt gleichermaßen zum Wandern wie auch Baden ein
© Gustavo A. Pérez via unsplash.com / CC0

Lanzarote - Vulkaninsel mit Tradition

Lanzarote wird aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs „Die schwarze Perle der Kanaren“ genannt. Hier stehen 40 Prozent der Insel unter Naturschutz. Die karge Kraterlandschaft mit rund 100 Vulkanen ist sehr beeindruckend. Es gibt nur wenig grüne Flächen vor Ort. Hier und da ist sogar die Erdwärme der unterirdisch aktiven Feuerquellen zu spüren. Typisch für Lanzarote sind schwarze Sandstrände wie die Playa del Charco de los Clicos, doch man findet auch Strände mit hellem Sand wie die Playa Flamingo oder auch die Playa de la Cera. Ganze Lavafelder lassen sich im Timanfalya Nationalpark bewundern.

Die Insel hat viel Ursprüngliches zu bieten wie z.B. die traditionelle Architektur, es lassen sich kaum Hochhäuser ausmachen. Weinliebhaber werden sich von  La Geria, dem größten Weinanbaugebiet der Kanaren faszinieren lassen. Besuche auch unbedingt den kleinen Ort Haria im Norden der Insel. Er wird auch das „Tal der tausend Palmen“ genannt.

Im Bereich Wassersport sind Taucher hier sehr willkommen. Sie können das großartige Unterwassermuseum besuchen.

Zahlreiche Vulkane bilden auf Lanzarote eine landschaftliche Besonderheit
Zahlreiche Vulkane bilden auf Lanzarote eine landschaftliche Besonderheit
© Josep Castells via unsplash.com / CC0

La Palma - Grüne Insel für Romantiker

Für Romantiker bietet sich die Insel La Palma an. 40% der Fläche besteht aus Wald, daher wird sie auch die „grüne Insel“ genannt, auf der man sehr gut wandern kann. In der Nacht gibt es hier im Himmel viel zu sehen, man kann sogar die Milchstraße ohne jedes Hilfsmittel erkennen. Das liegt daran, dass es auf La Palma stockdunkel wird, da es kein künstliches Licht gibt. Zudem liegt man auf 2000 m Höhe und kann so auch die Sterne besser erkennen. Man findet auf der Insel mehrere Sternwarten nebeneinander, mit dabei ist das Observatorium Roque de Los Muchachos. Im Nationalpark Caldera de Taburiente lässt es sich prima zelten und die schönen Wälder mit Kiefernbäumen, zahlreiche Bäche sowie Wasserfälle erkunden. Es gibt hier zwar einige, teilweise auch schwarze Strände und Buchten, jedoch ist La Palma nicht als Badeinsel bekannt.

La Gomera - Für Naturliebhaber

Als zweitkleinste der kanarischen Inseln hat La Gomera keinen eigenen Flughafen. Man nimmt die Fähre von der benachbarten Insel Teneriffa, um hier Urlaub zu machen. Bekannt ist die Insel für ihren Hippie-Flair, viele Aussteiger haben hier ihr neues Zuhause gefunden. La Gomera ist als Wanderinsel bekannt, ganze 650 km lang sind die Wege, die begangen werden können. Dabei sind viele Höhenmeter zu überwinden, denn es gibt hier Höhenunterschiede von 1000 Metern!

Der Norden ist sehr grün, der Süden eher trocken. Hier findet man auch schöne Strände wie die Playa de Santiago.

Im „Nebelwald“ kannst du zahlreiche Lorbeerarten entdecken, sie befinden sich mitten auf der Insel im Garajonay Nationalpark. Die Bäume werden bis zu 30 Meter groß. Alles ist hier in einem sehr feuchten Klima mit Moos bedeckt, man findet viele Schluchten und Wasserquellen. Das Tal  Valle Gran Rey hat beeindruckende Terrassenfelder und einen schönen Strand zu bieten. Drum herum sind die vielen Palmen unbedingt sehenswert.

An der nördlichen Küste liegt die Stadt Agulo, die mit vielen Kolonialbauten einen besonderen Charme versprüht. Der Mirador de Abrante ist eine sieben Meter lange, verglaste Aussichtsplattform. Von hier aus kann man Agulo gut sehen. Vielleicht kannst du auch einige Wale auf dem Meer erblicken!

Aussichtsplattform Mirador de Abrante auf La Gomera
Aussichtsplattform Mirador de Abrante auf La Gomera
© Reiseuhu via unsplash.com / CC0

El Hierro - Fernab des Massentourismus

El Hierro ist die kleinste Insel der Kanaren und hat nur um die 10.000 Einwohner. Man kann die Insel von Teneriffa und Gran Canaria aus mit der Fähre erreichen oder man kommt mit dem Propellerflugzeug von La Gomera aus.

Massentourismus findet man hier nicht, daher wird El Hierro auch „die Vergessene“ genannt. Weder Autobahnen noch große Einkaufszentren gibt es hier, die absolute Entspannung ist also garantiert, vor allem, weil man manchmal sogar keinen  Handyempfang hat. Damit ist El Hierro die perfekte Insel für einsame, entspannte Ferien, in denen du so richtig abschalten und die wunderschöne Natur genießen kannst. Der Aussichtspunkt Mirador de la Pena bietet einen Blick auf das Tal von El Golfo mit vielen Weinanbaugebieten und Obstfeldern.

Unberührt und ohne Massentourismus: El Hierro
Unberührt und ohne Massentourismus: El Hierro
© Víctor Martín via unsplash.com / CC0

Das Naturschwimmbad Charco Azul im türkisblauen Meer ist in einer Vulkanlandschaft gelegen, absolut sehenswert! Wunderschön auch die beiden Strände Playa de Timijiraque und der Playa de Las Arenas Blancas, der als Muschelstrand bekannt ist.

Im Süden des Landes findest du viele Tauch-Möglichkeiten und kannst – wenn du möchtest – neben Haien, Delfinen und Trompetenfischen schwimmen.

In der Hauptsadt Valverde gibt es kulturelle Highlights und einige Geschäfte und Cafés.

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