Vorteile von WPC sind nicht von der Hand zu weisen: Es hält in der Regel länger als klassisches Holz und ist dazu auch noch pflegeleichter. Doch es gibt auch Nachteile gegenüber den anderen möglichen Baustoffen, die man kennen sollte. Ob man am Ende nun echtes Holz, Stein oder WPC für den neuen Zaun oder die Terrasse wählt, hängt einerseits allerdings auch vom Portemonnaie ab und von den eigenen optischen Ansprüchen.

Vorteile von WPC sind Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit
Vorteile von WPC sind Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit
© ThomasWolter via unsplash.com / CC0

WPC als Baustoff für Terrasse und für den Zaunbau

WPC (Wood Polymere Composite) wird aus einem Mix aus Kunststoff, Holzbestandteilen sowie UV-Licht-Blockern, Bindern und Farbpigmenten zu einem neuen Material zusammengesetzt. Die Fans von WPC schätzen diesen Baustoff vor allem wegen seiner strukturellen Gleichmäßigkeit, der Pflegeleichtigkeit und der Langlebigkeit.

Neben der klassischen Gartenterrasse kannst du mit dem Material auch einen WPC Lattenzaun bauen. Er bildet eine moderne Alternative zum klassischen Holz-Lattenzaun und zur massiven, eventuell selbst gebauten Steinmauer. Wenn du einen Sichtschutz haben möchtest, bieten sich Zaunelemente aus WPC dafür ebenfalls an. 

Vorteile von WPC

  • WPC ist ein zusammengesetzter Baustoff, der wenig anfällig für Schimmel, UV-Strahlung und Witterungseinflüsse ist.
  • WPC ist gegenüber Echtholz sehr pflegeleicht.
  • WPC neigt nicht zur Splitterbildung und
  • vergraut nicht.
  • WPC liefert insgesamt ein sehr gleichmäßiges Erscheinungsbild und
  • ist optisch stark dem Look von Holz nachempfunden.

Nachteile von WPC

Zu nennen ist hier vor allen Dingen die 

  • Ökobilanz. Ein hoher Verbrauch von Energie und Rohstoffen bei der Produktion des Kunststoffes lässt hiermit bisher noch kein nachhaltiges Bauen zu.

Allerdings arbeiten die WPC-Produzenten weltweit daran, die Ökobilanz von WPB durch eine zunehmende Verwendung von Recyclaten d.h. von Abfallprodukten laufend zu verbessern. So werden bei einigen Herstellern bereits alte Milchtüten und Shampoo-Behältnisse aufbereitet und in die Produktion von WPC-Produkten integriert.

Als weiteren Nachteil kann genannt werden, dass WPC sich

  • in seiner Temperatur stark von Hitze aufwärmen lässt. Es ist also nicht temperaturneutral wie Echtholz.

Bambus und Reishülsen als Alternative zu WPC

Aus schnell nachwachsendem Bambus als Rohstoff wird die WPC-Alternative BPC (Bambus Polymere Composite) hergestellt. Es ist allerdings nicht so widerstandsfähig gegenüber Frost und UV-Licht. Zudem schimmelt BPC schneller, da der Zuckeranteil im Material höher ist. Oft werden in den höherpreisigen Varianten Fungizide mit eingearbeitet, doch günstige BPC-Produkte enthalten ein solches Mittel nicht. Das kann dazu führen, dass die Haltbarkeit durch möglichen Pilzbefall der Dielen eingeschränkt ist.

Ansonsten ähneln sich die Baustoffe WPC und BPC in ihren Produktions- und Materialeigenschaften.

Aus Abfall beim Reisanbau entstehen mit den anfallenden Reishülsen als wichtiger Bestandteil ebenfalls widerstandsfähige Terrassendielen. Die Reishülsen haben den Vorteil, dass sie sehr gut Feuchtigkeit abhalten können. So hat Fäulnis kaum eine Chance, auch Schädlinge dringen nicht so leicht in das Material ein.

Fazit

Wer die Natur liebt, wird Holz bevorzugen. Da geht kein Weg dran vorbei. Die haptischen Eigenschaften wie eine natürliche Optik sowie die Temperatur-Neutralität bei Hitze machen Echtholz hier zum einzig wahren Baumaterial für Terrasse und Zaun. 

Wer einer regelmäßigen Behandlung von Holz aus dem Weg gehen will, eine langlebige, pflegeleichte Alternative dazu sucht und keine Lust auf das Entfernen von Splittern hat, trifft mit seiner Entscheidung für den Baustoff WPC eine sehr gute Wahl.

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