Die verschiedenen Yoga Arten zielen auf unterschiedliche Charaktere ab, denn manche Menschen mögen es lieber dynamisch, andere bevorzugen ruhige Übungsphasen. Zudem gibt es Unterschiede in der spirituellen Schwerpunktsetzung. Hier kannst du dir einen Überblick verschaffen.

Die verschiedenen Yoga Arten zielen auf unterschiedliche Trainingsziele ab
Die verschiedenen Yoga Arten zielen auf unterschiedliche Trainingsziele ab
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Yoga tut dir und deiner Gesundheit gut

Yoga ist als Übungsform an Zugänglichkeit und Leichtigkeit kaum zu überbieten – man braucht wenig bis gar keine Ausrüstung und kann es überall dort machen, wo man genug Platz hat, um sich zu bewegen. Eine Yogamatte ist schön, man benötigt sie allerdings nicht unbedingt.

Yoga hat seine Wurzeln in den spirituellen Praktiken Indiens. Hier geht es im Grunde weniger darum, Kopfstände zu machen, sondern vielmehr um den Aufbau geistiger und körperlicher Stärke. Dadurch werden gesunde Gewohnheiten für den Alltag und sein Leben gefestigt.

Wenn du regelmäßig Yogaübungen machst, kannst du dadurch

  • Verspannungen reduzieren,
  • Blockaden lösen,
  • Rückenschmerzen vorbeugen,
  • Muskeln, Bänder und Sehnen geschmeidig halten und
  • den gesamten Körper stärken und  kräftigen.

Wichtig zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch Auswirkungen von Yoga auf das Gehirn. So wurde in Studien belegt, dass Ängste und Stress durch Yoga bei regelmäßigem Praktizieren effektiv reduziert werden können.

Die Schwerpunkte liegen bei den verschiedenen Yoga Arten jeweils ein wenig anders verteilt. Nachfolgend bekommst du einen Überblick.

Was ist Hatha Yoga?

Bei diesem Yoga-Stil handelt es sich um die klassische Yoga-Form mit allen bekannten Übungen wie dem Sonnengruß, der eine sehr beliebte Abfolge von Übungen enthält.

Hatha Yoga besteht aus den drei Säulen

  1. Körper,
  2. Atem und
  3. Meditation.

In einer Kombination aus Bewegung und Atem in Form von Asanas und Pranayama werden Flexibilität und Geduld gefördert. Das soll zu einem verstärkten Bewusstsein über den eigenen Körper führen.

Geeignet für: Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters. Schwierige Übungen müssen nicht von Anfang an mitgemacht werden.

Vinyasa Flow und Power Yoga

Hierbei handelt es sich um eine sehr dynamische Abwandlung vom Hatha Yoga. Die Bewegungen gehen fließend ineinander über. Allerdings ist die Abfolge der Übungen nicht festgelegt und kann frei bestimmt werden. Insofern ist dies eine der kreativen Yoga Arten. Besonders wichtig ist hier auch die Atmung – wie beim Hatha Yoga auch.

Je nach Schwerpunkt können Kräftigung oder Mobilität im Vordergrund stehen. Du gelangst mit den Übungen in eine Art Meditation in Bewegung. Meditation ist wichtig im Zuge der Achtsamkeit in unserem Alltag.

Geeignet für: Fortgeschrittene, die gefestigte Grundkenntnisse im Bereich Yoga haben.

Yin Yoga

Hier wird eher energetisch und weniger dynamisch gearbeitet, alles geschieht eher in Ruhe mit dem Ziel der inneren Harmonie. Man soll das Loslassen vom Alltag erlernen und auf einem sanften Weg Zugang zum Unterbewusstsein bekommen. Blockaden werden dann nach und nach angegangen und gelöst. Man spürt letztlich aber ganzheitliche Effekte auf körperlicher, emotionaler und psychischer Ebene, ganz im Sinne einer gesteigerten Achtsamkeit.

Durch ausgiebiges, langes Dehnen profitieren Faszien, Muskeln, Bänder und Gewebe. Mit der Zeit wird man beweglicher und flexibler, zudem wird das Gewebe insgesamt geschmeidiger.

Anders als bei vielen gängigen Yoga Arten werden beim Yin Yoga oft Hilfsmittel wie

  • Meditationskissen,
  • Meditationsdecken,
  • Yogagurte,
  • Yogablöcke und
  • Augenkissen

benutzt.

Geeignet für: Anfänger wie Fortgeschrittene, die sich für eine ruhige Form der Yogapraktik begeistern können und in Bezug auf ihren Körper ganzheitlich Erfolge erzielen möchten.

Kundalini Yoga

Bringe mit dieser Yoga-Form Ruhe und Ordnung in deine Gedanken und befreit von seelischen Belastungen. Ziel ist es, gelassener zu werden und mit mehr Leichtigkeit durch das Leben zu gehen. Es wird mit Chanting, Pranayama, Meditation und dynamischen Asanas gearbeitet, um Blockaden zu lösen und Energien frei fließen zu lassen. Daher bezeichnet man diese Art von Yoga auch als Chakren-Yoga, welches den Körper heilt, kräftigt und entspannt. Die Übungen sind teilweise schweißtreibend und regen somit den Kreislauf an. Dabei geht es allerdings nicht darum, Kalorien zu verbrennen.

Geeignet für: Anfänger und Fortgeschrittene, die offen für Spiritualität und Bewegung sind. Vorwissen ist nicht notwendig.

Ashtanga Yoga

Hierbei handelt es sich um die Königsdisziplin im Bereich der Yoga Arten. Es gibt davon sechs Serien, wobei meist nur die erste Serie nach jahrelanger Übung immer wieder praktiziert wird. Der Körper wird in einer festgelegten Reihenfolge von Asanas, die in der Schwierigkeit immer komplexer werden, intensiv geformt und gestärkt. Selbst erfahren Yoga-Fans kommen hierbei ordentlich ins Schwitzen.

Geeignet für: Fortgeschrittene mit Lust auf herausfordernde Übungen

Ashtanga Yoga erfordert ein hohes Maß an Beweglichkeit
Ashtanga Yoga erfordert ein hohes Maß an Beweglichkeit
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Iyengar Yoga

Körperbewegungen und Pranayama (Atemtechniken) stehen hier wie beim Hasha You im Vordergrund, jedoch kommen auch Hilfsmittel wie

  • Yoga-Block,
  • Yoga-Gurt,
  • Yoga-Bolster,
  • Meditationsbank,
  • und Decke(n)

zum Einsatz. Diese Hilfsmittel fördern Dehnungen, so dass manche Asanas intensiver wirken können. Die präzise Durchführung der einzelnen Übungen ist hier sehr wichtig, der meditative Gedanke rückt in den Hintergrund.

Geeignet für: Anfänger wie auch Fortgeschrittene

Jivamukti Yoga

Der aus den USA stammende Yoga-Trend vereint physische, psychische und spirituelle Aspekte mit dem Ziel, friedlich miteinander zu leben. Asanas und spirituelle Elemente treffen aufeinander. Musik gehört unbedingt zu dieser Yoga Form dazu, es kann sich hier um unterschiedliche Genres und auch Ruf-und-Antwort-Gesänge handeln. Auf diese Weise kommst du ins Reine mit Körper und Geist, förderst Konzentration und Beweglichkeit.

Geeignet für: Fortgeschrittene mit Hang zur Spiritualität und Lust auf Neues

Sivananda Yoga

Sivananda Yoga ist insgesamt umfangreicher als viele andere Yoga Arten. Es führt zu mehr Gesundheit und Balance, harmonisiert Körper und Geist. Die Praxis des Yogastils beruht auf den fünf Grundpfeilern

  1. Asanas (Yogahaltungen),
  2. Pranayama (Atemübungen),
  3. Tiefenentspannung,
  4. Meditation und
  5. „sattvige“ Ernährung (reines Essen).

„Sattvig“ steht für vegetarische, frische, vollwertige und unbehandelte Naturprodukte. Die lehrenden Sivananda-Yogis tragen weiß-gelbe Outfits.

Geeignet für: Fortgeschrittene

Anusara Yoga

Diese moderne Yoga-Art steht für: „Mit Anmut fließen” und oder auch „deinem Herzen folgen“. Jede Haltung wird langsam und mit großer Sorgfalt eingenommen, es gibt keine fließenden Übergänge. Die Verletzungsgefahr wird stark minimiert, was Anusara Yoga zur einer sehr sanften Yoga-Form macht. Man konzentriert sich nicht nur auf die Haltung sondern auch auf die Atmung, so dass man innerlich sehr gut zur Ruhe kommt und Energien fließen können.

Geeignet für: Anfänger und Fortgeschrittene

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