Schiebegardinen sind die neue moderne Möglichkeit, die Fenster zu bekleiden. Sie sind nicht nur da, um die Lichteinstrahlung und Luftzirkulierung zu regulieren, sondern auch für das Wahren von Privatsphäre. Schiebegardinen haben nicht nur viele Nutzen, sie können die Wohnung auch stilistisch aufwerten. Wie das geht, erfährst du im folgenden Artikel.

Schiebegardinen als Flächenvorhang sind eine moderne Alternative zu herkömmlichen Gardinen
Schiebegardinen als Flächenvorhang sind eine moderne Alternative zu herkömmlichen Gardinen
© amarjits via pixabay.com / CC0

Schiebegardinen werden hauptsächlich als Fensterdekoration oder als Sonnen- und Sichtschutz verwendet. Sie dienen als Dekoration, indem sie mit verschiedenen Mustern bedruckt sein können und dem Raum damit seine persönliche Note verleihen. In der Regel sind dies:

  • Einheitliche Unisex-Farben,
  • grafische Muster,
  • florale Prints,

aber häufig auch

  • Drucke mit Motiven aus der Natur.

Schiebegardinen gibt es vollständig blickdicht und lichtundurchlässig, du kannst aber auch leicht transparente Modelle bekommen.

Wozu werden Schiebegardinen benutzt?

Moderne Schiebegardinen bestehen aus zwei oder mehr einzelnen Panels, die entlang einer Stange geführt werden und sich horizontal zur Seite verschieben lassen. Sie können entweder vollständig geöffnet oder geschlossen werden, um das Licht zu blockieren, oder in verschiedenen Stellungen festgehalten werden, um Licht einzulassen, während die Privatsphäre gleichzeitig gewahrt bleibt.

Schiebegardinen eignen sich nicht nur für Fenster, sondern auch als Schiebevorhänge innerhalb des Hauses. So dienen sie als leichter Sichtschutz und somit als Raumabtrennung. Das kann manchen massiven Raumteiler auf filigrane Weise ersetzen.

Dazu sind Schiebegardinen in verschiedenen Größen, Ausführungen und Materialien erhältlich, um das Interieur eines Raumes abzustimmen. Sie sind vor allem für das Dekorieren des Wohnzimmers eine beliebte Wahl, da sie leicht zu bedienen sind und eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Vorhängen oder Jalousien bieten. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Was ist der Unterschied zwischen einer klassischen Gardine und einer Schiebegardine?

Handhabung

Klassische Gardinen bestehen aus langen Stoffbahnen, sie werden normalerweise an einer Stange befestigt und können entweder von Hand oder mit einer Kette oder einem Seil vor dem Fenster auf- und zugezogen werden.

Schiebegardinen hingegen bestehen aus zwei oder mehr festen Panels, es handelt sich nicht um locker fallende, herabhängende Stoffe. Die Panels sind Stoffbahnen mit fixer Breite. Sie werden entlang einer Stange geführt, man kann mehrere davon hintereinander schieben (um bei geöffnetem Fenster Platz zu sparen) oder eben horizontal vor eine Fensterfläche führen. Sie können vollständig geöffnet oder geschlossen werden oder in verschiedenen Stellungen festgehalten werden, um Licht einzulassen oder zu blockieren.

Beide Arten der Gardine ermöglichen eine komplette Öffnung bzw. Schließung der Fensterflächen. Schiebegardinen jedoch brauchen mindestens den Platz ihrer Breite neben dem Fenster, da man ein einzelnes Panel nicht raffen kann. Du kannst ein Panel aber natürlich auch immer teilweise vor dem Fenster hängen lassen. Manche Schiebegardinen sind transparent, so dass ein Teil des Lichts in den Raum strömt – in dem Fall wirst du kaum etwas an Licht einbüßen, wenn die die Gardine nicht vollständig vom Fenster weggeschoben werden kann.

Montage

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Arten von Fensterdekorationen ist die Art der Montage: Klassische Gardinen werden normalerweise an einer fest installierten Stange befestigt, die über dem Fenster an der Decke angebracht ist, während Schiebegardinen an einer Schiene befestigt werden, die entweder an der Wand oder an der Decke in einem Raum montiert wird.

Pflege

Bei der Frage, welche Gardine man sich beschafft, ist der benötigte Pflegeaufwand auch ein Entscheidungskriterium: Wenn die Gardinen aus Stoff bestehen, sollten sie gelegentlich gewaschen werden. Dies hilft dabei, eine starke Staubanhäufung zu vermeiden. Gardinen aus Aluminium oder Kunststoff wie beispielsweise Jalousien können in der Regel einfach mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. 

Welche Arten von Schiebegardinen gibt es?

Bei Schiebegardinen gibt es unterschiedliche Materialien und auch Panelarten.

Stoffgardinen

Diese Art von Schiebegardinen besteht aus Stoff wie Baumwolle, Leinen oder Polyester. Stoffgardinen sind sehr beliebt, da sie in nahezu allen Farben und Mustern erhältlich sind. So kannst du deine Stoffgardine nach deinen Vorlieben perfekt an dein Wohnzimmer anpassen.

Lamellengardinen

Lamellengardinen zeichnen sich durch viele schmale Stoffstreifen aus, aus denen sie bestehen. Durch diese Streifen können sie anders als eine herkömmliche Gardine benutzt werden: Man muss sie nicht zuziehen, um die Lichteinstrahlung zu regulieren. Es reicht, die Streifen auf ihrer eigenen Achse zu drehen. Dies erlaubt eine individuell-gewünschte Menge an Licht und auch das Abschirmen von Blicken.

Bambusgardinen

Sie bestehen aus der Bambuspflanze und bringen so einen Hauch von Natur in deine Räume. Diese elegant wirkende Gardine gibt es auch bedruckt!

Papiergardinen

Flächenvorhänge aus Japanpapier sehen zart und exquisit aus. Sie sind reißfest und oft auch blickdicht – das hängt allerdings ganz von der verwendeten Papierart ab. Washi-Papier (Maulbeerpapier) ist sogar abwischbar.

Lamellen-Vorhänge sind schmale Streifen, die durch ihren Einstellungswinkel den Lichteinfach lenken lassen
Lamellen-Vorhänge sind schmale Streifen, die durch ihren Einstellungswinkel den Lichteinfach lenken lassen
© AndrewLozovyi - Stock images by Depositphotos

Wie bringt man eine Schiebgardine an?

In der Regel folgt das Anbringen einer Schiebegardine dem gleichen Muster:

  1. Schiene oder Gleiter wird an Wand, Decke oder Fensterrahmen angebracht. Häufig werden sie mit Schrauben befestigt, gelegentlich kommt jedoch auch Kleber zum Einsatz.
  2. Nachdem nun also oben die Schiene angebracht ist, kann die Gardine in diese eingesetzt werden. Jetzt sollte man gucken, ob die Gardine zu lang ist bzw. auf dem Boden schleift. Wenn dies der Fall ist, muss die Gardine so weit gekürzt werden, bis sie ungefähr 3 cm über dem Boden hängt. Das kannst du allein zu Hause erledigen, dazu benötigt man keine Expertenhilfe. Das abgeschnittene Ende muss nicht sehr sauber aussehen, da es am Ende mit einer weiteren Leiste abgedeckt ist.
  3. Sobald die Gardine hängt, können die Schienen unten an der Gardine angebracht werden. Sie dienen zur Beschwerung der Gardinen, damit diese immer glatt herunterhängen. Außerdem sind sie häufig in der gleichen Farbe wie die Schiene gehalten, was dem kompletten Aufbau ein einheitliches Aussehen verleiht.
Natürlich sind die Schritte oben nur eine grobe Abfolge und passen wahrscheinlich nicht auf jedes Gardinenmodell. Um beim Aufbau nichts falsch zu machen, lohnt es sich immer, in die Anleitung der jeweiligen Gardine zu schauen und den dort beschriebenen Schritten zu folgen.

Fazit

Moderne Schiebegardinen sind eine schöne Alternative zu herkömmlichen Vorhängen. Zudem lassen sie sich schnell und unkompliziert austauschen, wenn man sich an einem Muster sattgesehen hat. So kann man dem Zuhause einfach eine neue optische Note verleihen. Schiebegardinen sind nicht nur leicht zu bedienen, auch eine Anbringung geht in der Regel einfacher von der Hand. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältiger, zudem benötigen sie nur wenig Pflege.

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