Einige von uns sind attraktiver für Mücken als andere. Das liegt nicht nur an unserem Verhalten, sondern auch an unseren Genen. Für die, die jeden Sommer aufs Neue von stechenden Quälgeistern malträtiert werden, und die, die empfindlich auf Stiche reagieren, gibt es eine Lösung, um sich zu Hause vor Stechmücken und Co. zu schützen: Moskitonetze. Wie kann man die Insektenschutznetze anwenden und worauf sollte man beim Kauf achten?

Schützen kann man sich vor Mückensticken mit Moskitonetzen
Schützen kann man sich vor Mückensticken mit Moskitonetzen
© Jane Stroebel via unsplash.com / CC0

Welche Arten von Moskitonetzen gibt es?

Man kann die gängigen Hausmittel gegen Mückenstiche einsetzen oder aber schon vorbeugend Moskitonetze einsetzen. Es gibt verschiedene Arten an Moskitonetzen, die vor Moskitostichen schützen. Sie unterscheiden sich in ihrem Stoff und ihrer Form. Die letztere lässt sich in vier Klassen einteilen:

Pyramide

Das Pyramidennetz hat den einfachsten Aufbau. Es wird an einem einzelnen Punkt an der Decke aufgehängt und wird über den Gegenstand drapiert, der geschützt werden soll. Am unteren Ende hat es vier Punkte, durch die es befestigt werden kann. Durch diesen simplen Bau ist das Pyramidennetz sehr leicht und lässt sich kompakt zusammenfalten, wenn man es transportieren möchte.

Da die Netzseiten sehr steil zu der Spitze verlaufen, hat man in der Regel wenig Bewegungsfreiraum unter dem Netz, ohne, dass man die Seiten berührt. Damit ist man wieder der Gefahr ausgesetzt, durch Mücken gestochen zu werden, die auf dem Netz sitzen.

  • Vorteil: simpel & kompakt
  • Nachteil: eng, Stichgefahr bei Hautkontakt

Glocke

Das glockenförmige Moskitonetz gleicht dem Aufbau der Pyramide. Es hat unter dem Befestigungspunkt allerdings einen Ring eingespannt, der das Netz bereits spreizt, bevor es an dem Ort, den man schützen möchte, ankommt.

Das Glockennetz ist zwar weniger kompakt als die Pyramide, aber bietet auch mehr Platz, wenn man unter ihm sitzt

  • Vorteil: simpel & kompakt
  • Nachteil: weniger eng als Pyramide

Kasten

Ein rechteckiges Netz hat mehrere Befestigungspunkte an der Decke. Es hat vier bis fünf Seitenflächen, die einen Kasten um den zu schützenden Ort bilden. Damit deckt ein kastenförmiges Netz in der Regel die größte Fläche ab. Es bietet sich nicht nur für Doppelbetten an, sondern kann auch Esstische und Ähnliches schützen.

Wegen der aufwendigen Aufhängung mit Haken, Schnüren und bis zu 8 Befestigungspunkten ist das Kastennetz wenig für Reisen geeignet.

  • Vorteil: deckt große Flächen ab
  • Nachteil: aufwendige Anbringung, nicht mobil

Zelt

Für den Rundumschutz im Freien wurde ein Mückenschutz in Zeltform hergestellt. Häufig ist es der Wurfzelt-Technik nachempfunden und spannt sich selbst auf, wenn man es auspackt. Es hat einen Boden und ein Gestell, das durch das Moskitonetz umspannt wird. Durch einen Einlass kann man ein- und aussteigen.

Durch das Zelt-Netz spart man sich eine Aufhängung an der Decke. Auch wenn es für den Gebrauch im Freien konzipiert wurde, kann man es auf ein Bett legen und sich so im Schlaf vor Stichen schützen. Durch das Gestell, das im eingepackten Zustand zudem unter Spannung steht, ist es nicht so kompakt wie beispielsweise das Pyramidennetz, wenn man es transportieren möchte. Du kannst auch in mit auf Reisen nehmen, wenn du in Gebieten Urlaub machst, in denen es viele Mücken gibt.

  • Vorteil: keine Befestigung nötig, Rundumschutz, mobil
  • Nachteil: begrenzter Platz

Moskitonetze im Innen- und Außenbereich

Moskitonetze eignen sich nicht nur, um den eigenen Schlafplatz zu schützen. Sie haben vielfältige Anwendungsgebiete im Haus und in Garten. Im Innenraum haben wir die Möglichkeiten, damit Betten und Sessel abzudecken oder Türen und Fenster zu bespannen. So bleiben Insekten draußen.

Im Außenbereich können uns die Netze vor Mücken und lästigen Wespen schützen, die uns sonst beim Grillen und Essen stören. Quadratische Netze eignen sich, um Essbereiche und Pavillons zu verhüllen. Moskitonetze in Zeltform sind dafür ideal, wenn wir Campingausflüge machen oder auf der Wiese liegen wollen.

Welche Kaufkriterien sind wichtig für Moskitonetze

  • Einstieg: Der Einstieg eines Netzes ist auch für die Stechmücken ein potenzieller Weg hinein. Ein Moskitonetz mit Reißverschluss bietet einen besseren Schutz als eines, bei dem bloß Netzteile überlappen.
  • Imprägnierung: Manche Moskitonetze haben einen zusätzlichen, chemischen Mückenschutz. Er hält Mücken von dem eigentlichen Netz fern. Gerade in tropischen Gebieten mit gefährlichen Stechmücken werden imprägnierte Netze empfohlen. Wer möchte, kann ein unbehandeltes Netz auch selbst mit Pyrethroiden behandeln. Vorsicht: Wenn Kinder unter dem Netz schlafen, sollte man darauf achten, wie gesundheitsschädigend das spezifische Mittel ist.
  • Maße: Das Moskitonetz sollte ausreichend groß sein: Das ist der Fall, wenn der zu schützende Ort bequem abgedeckt werden kann, ohne dass man das Netz berührt oder Lücken entstehen.
  • Material: Viele Moskitonetze bestehen wegen ihrer Leichtigkeit und Robustheit aus Kunststofffasern wie Polyester und Nylon. Wer ein natürlicheres Feeling haben möchte, kann aber auch Netze aus Baumwolle finden. Diese sind meist etwas schwerer und weniger durchsichtig. Welches Material das Netz hat, ist oft auch entscheidend darüber, wie hoch der Mesh-Wert eines Netzes ist.

Was ist der Mesh-Wert?

Der Mesh-Wert gibt an, wie groß die Maschen des Netzes sind. Je nach Stoff-Art kann sich die Mesh-Weite stark unterscheiden. Je höher der Mesh-Wert, desto mehr Maschen hat der Stoff und desto enger sind sie. Netze mit einem hohen Mesh-Wert sind deshalb effektiver als Netze mit einem niedrigen Wert. Wer sich in einem Gebiet mit gefährlichen Insekten aufhält, sollte herausfinden, wie groß diese sind und wie eng die Maschen eines guten Schutzes dementsprechend sein sollten.

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