Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen hat sich in der Pandemie als besonders wirkungsvolle Maßnahme erwiesen. Während zu Beginn der Pandemie noch überall bunte und vielfältige Stoffmasken zu sehen waren und in zahlreichen Haushalten munter genäht wurde, sind diese Masken mittlerweile fast gänzlich aus unserem Alltag verschwunden. Aufgrund der besonders ansteckenden Virusmutationen soll man jetzt wegen der höheren Schutzwirkung eine Maske tragen, die den Standards KN95/N95 oder FFP2 entspricht. OP-Masken reichen nicht mehr aus. Erfahre hier, warum das so ist und dass es auch farbige Alternativen zur weißen Standard-Maske gibt.

Egal ob weiß oder bunt - Maske tragen ist seit der Pandemie ein gängiger Schutz vor Krankheiten
Egal ob weiß oder bunt - Maske tragen ist seit der Pandemie ein gängiger Schutz vor Krankheiten
© Synatix via unsplash.com / CC0

Die Maske muss nicht immer Weiß sein

In unserem Alltag hat sich seit der Corona Pandemie viel verändert. Nicht nur das Arbeiten im Home Office und viele Apps auf unseren Smartphones sind neu, auch das Maskentragen ist nun fast zur Normalität geworden. Auf diese Pflicht haben wir gerade in der akuten Pandemie-Phase keinen Einfluss.

Worauf wir allerdings einen Einfluss haben ist, wenigstens eine gut sitzende und optisch ansprechende FFP2 Maske zu tragen. Aus eigener Erfahrung und den Rückmeldungen meiner Familie und Freunde kann ich sagen, dass der Tragekomfort bei den Maskenherstellern sehr unterschiedlich ist. Außerdem finde ich, dass es – seitdem die farbenfrohen Stoffmasken aus dem Alltagsbild verschwunden sind – ziemlich trostlos im Gesicht geworden ist … 

Ich mag es gern, meine Maske farblich auf mein Outfit abzustimmen und meine Laune auch ein Stück weit durch die Maske ausdrücken zu können. Meine Kinder haben ebenfalls Spaß daran, mit Masken herumexperimentieren zu können und auch mal aufzufallen im Dickicht der Weißmaskenträger. Während zeitweise die Apotheken und Supermärkte leer gekauft waren an Masken, kann man online immer noch fündig werden. Bunte FFP2 Masken sind ein Hingucker in diesen Zeiten und peppen jedes langweilige Outfit auf.

Wann müssen wir Masken tragen?

Ob und wo welche Maske getragen werden muss, hat sich in den Monaten der Corona-Pandemie immer wieder geändert. So herrscht in der Bevölkerung oft Unwissen und Durcheinander. Um hier up to date zu sein, kann man sich z.B. auf den Seiten des Bundes oder jeweiligen Landes über die aktuellen Bestimmungen für Masken informieren.

Masken sind und bleiben zentrales Element der Pandemiebekämpfung

Um sich und andere zu schützen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) trotz großer Impffortschritte auch weiterhin das Tragen einer Maske in bestimmten Situationen. Denn auch bei Geimpften und Genesenen besteht ein Restrisiko, sich selbst und andere anzustecken. Wenn daher in der Öffentlichkeit viele Menschen zusammenkommen, wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, im Supermarkt, im Büro etc. oder wenn im privaten Bereich Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen besteht, sollten alle weiterhin vorsichtig bleiben. In Situationen, in denen nicht auszuschließen ist, dass empfängliche Personen (z. B. nicht oder nicht vollständig Geimpfte oder Personen mit einem Risiko für einen schlechteren Impfschutz) anwesend sind, ist das generelle Tragen von Masken durch alle Personen notwendig. 

Aufgrund des geringeren Infektionsrisikos ist das Maskentragen in Außenbereichen in der Regel nur in bestimmten Situationen sinnvoll. Das ist z.B. der Fall, wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, längere Gespräche und gesichtsnahe Kontakte erfolgen oder in unübersichtlichen Situationen mit Menschenansammlungen.

Wie schützen uns Masken vor Ansteckung?

FFP-Masken schützen uns vor dem Einatmen von Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. FFP steht für „Filtering Face Piece“. In Deutschland ist auch der Begriff der „partikelfiltrierenden Halbmasken“ geläufig. Die FFP2-Maske ist ursprünglich eine professionelle Schutzmaske, die uns aus dem Handwerk auch als „Staubschutzmaske“ bekannt ist. Sie ist in den meisten Fällen weiß, was sehr schade ist, weil bunte FFP2 Masken doch viel ansehnlicher und fröhlicher sind. Oft ist sie außerdem kuppelförmig oder faltbar und kann mit oder ohne ein Ausatemventil ausgestattet sein. Masken mit Ausatemventil haben nicht so eine hohe Schutzwirkung wie Masken ohne Ausatemventil und sind z.B. ungeeignet für den Besuch in Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen). Was FFP-Masken voneinander unterscheidet und ihre Kennzeichnung beeinflusst, ist vor allem ihre jeweilige Filterleistung.

Alle FFP-Masken müssen geprüft sein und dabei eine unterschiedliche Anzahl an Testaerosolen filtern. Die Prüfung erfolgt anhand der europäischen Norm, wobei das CE-Kennzeichen anzeigt, dass die FFP-Masken optimal getestet wurden. Es  wird auf der Oberfläche der Maske aufgedruckt. Dabei gilt für die Filterung der Testaerosole:

  • FFP1-Masken filtern mindestens 80% ,
  • FFP2-Masken mindestens 94 % und
  • FFP3-Masken sogar 99 %. 

Die richtige Handhabung einer FFP2-Maske

Um die Filterleistung der FFP2-Masken zu gewährleisten, ist ein korrekter Sitz am Gesicht wichtig. Die folgenden Tipps stellen die richtige Verwendung der Masken sicher:

  1. Die Maske muss über Mund, Nase und Wangen sitzen. Die Ränder der Maske liegen dabei im Optimalfall eng an, sodass möglichst wenig Luft an der Maske vorbei strömen kann. Wichtig zu wissen ist, dass die Schutzwirkung vor Aerosolen bei Bartträgern geringer ist.
  1. Vermeide das Anfassen der Maske während des Gebrauchs (dies gilt für alle Masken). Beim Abnehmen der Maske berühre möglichst immer nur die Bänder der Maske.
  1. Wasche dir sich nach dem Absetzen der Maske gründlich die Hände.
  1. Die AHA+L-Formel gilt gerade während der Pandemie weiterhin auch beim Tragen einer FFP2-Maske. So muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden. Achte zudem auf die Hygieneregeln wie richtiges Husten oder Niesen, gründliches Händewaschen sowie regelmäßiges Lüften in Innenräumen.
  1. Wechsle die FFP2-Masken bitte regelmäßig. Insgesamt kann eine solche Maske etwa acht Stunden genutzt werden. Das ist auch vor allem dann sinnvoll, wenn du Probleme mit Akne unter der Maske hast. 
Masken begleiten uns seit der Corona-Pandemie oft im Alltag
Masken begleiten uns seit der Corona-Pandemie oft im Alltag
© Arturo Rey via unsplash.com / CC0

Müssen Kinder Maske tragen?

Auch im Kindes- und Jugendalter wird das Tragen einer gut schützenden Maske empfohlen. Einheitliche Regelungen gibt es von Seiten des Bundes allerdings nicht. So haben die Bundesländer unterschiedliche Vorgaben z.B. zur Altersgrenze bei der Maskenpflicht. Kleinkinder sind von der Maskenpflicht weitestgehend ausgeschlossen. Maske tragen soll man in den meisten Bundesländern ab einer Altersgrenze von sechs Jahren, denn ab diesem Alter können die Kinder in der Regel vernünftig mit der Maske umgehen. 

Seitdem die Einführung einer Maskenpflicht für Kinder und Erwachsene diskutiert wurde, kursieren Gerüchte über mögliche gesundheitliche Folgen. Die Sorge, dass Kinder durch die Maskenpflicht vermehrt schädliches CO2 einatmen oder nicht genug Sauerstoff erhalten, ist aber in der Regel unbegründet.

Bund und Länder passen die Corona-Regeln regelmäßig an. Sie gelten als einheitliche Mindeststandards. Die besonders betroffenen Bundesländer können darüberhinausgehende Regelungen treffen. 

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