Wenn du Influencer werden willst, gibt es einige Dinge zu beachten. Schließlich ist das ein Traum vieler Menschen, die Spaß am Fotografieren und mit den sozialen Medien haben. Hier bekommst du einen kleinen Überblick darüber, was dich erwartet und was du können solltest.

Suche dir eine Nische, wenn du erfolgreich Influencer werden willst
Suche dir eine Nische, wenn du erfolgreich Influencer werden willst
© HayDmitriy - Stock images by Depositphotos

1. Finde deine Nische

Damit du in der riesig großen Masse an Menschen auf Instagram, TikTok oder einem anderen Kanal auffällst und nicht untergehst, ist es wichtig, eine Nische zu besetzen. Hier sprichst du zwar nicht alle Nutzer*innen der Plattform an, aber das sollte auch gar nicht dein Ziel sein. Je fokussierter du bist, desto einfacher ist es, in der Influencer-Welt Fuß zu fassen und Follower zu gewinnen.

Suche dir dabei ein Gebiet aus, in dem du Experte bist oder in Laufe deiner Social-Media-Karriere immer mehr werden möchtest. 

Wenn du also Influencer werden und eine bestimmte Nische finden möchtest, stelle dir am besten noch vor deinem Start folgende Fragen: 

  • Für welches Thema interessiere ich mich am meisten?
  • Womit kenne ich mich am besten aus?
  • Wofür könnte ich mit Freude Inhalte erstellen, ohne einen Cent zu verdienen?

Definiere dann in diesem Gebiet etwa drei bis fünf Unternehmen, für die du regelmäßig Inhalte erstellen kannst. Dadurch erhältst du automatisch eine Art Fahrplan und Struktur für deinen Auftritt.

Wenn du beispielsweise viel reist und ein Reiseblogger werden möchtest, könnten diese Inhalte Urlaubstipps sein sowie Impressionen der verschiedenen Reiseziele. Wenn du im Bereich Kochen aktiv sein willst, bereite tolle Rezepte vor und poste diese. Aber auch hier solltest du dir jeweils eine Nische innerhalb der großen Welt der Reise- oder Foodblogger suchen.

2. Nutze die richtigen Tools

Du fragst dich, wie du neben Fotos die richtigen Grafiken in deinen Social-Media-Feed anfertigst? Dafür gibt es die Online-Grafik-Plattform Canva, dir dir große Spielräume bei der Gestaltung bietet und auch viele kostenlose Fotos und Grafiken bereithält, die du in diesem Zusammenhang nutzen darfst.

Mit einer Planungs-App wie Plannthat für deine Inhalte auf Social Media kannst du ganz gezielt deine Posts bequem (vor)planen. Du behältst alles im Blick und arbeitest viel effizienter, da du dich nicht immer wieder ransetzen und in einem Rutsch gleich eine ganze Woche oder mehr vorplanen kannst.

In der Woche selbst hast du dann Zeit dafür, Kommentare deiner Follower zu beantworten und Rechnungen zu schreiben. Dafür gibt es übrigens das Kreativ-Tool Express von Adobe, das dir diese Tätigkeit enorm erleichtert. Suche einfach eine passende Rechnungsvorlage aus dem großen Pool des Anbieters aus und fertige die Rechnung direkt online an.

3. Baue dir eine Community auf

Reichweite und Interaktionsraten sind das eine, die Anzahl deiner Fans das andere, worauf du im Laufe deiner Influencer-Zeit stetig achten solltest. Je mehr Follower du hast, desto größer ist die Community, die dir vertraut.

Als Influencer solltest du dich auch auf die Qualität der eigenen Community konzentrieren. Vermeide es daher dauerhaft, Follower zu kaufen! Diese sind nichts wert, denn sie interagieren nicht mit dir. Zudem kann man über verschiedene Tools erkennen, dass dein Wachstum in bestimmten Zeiten unnormal stark ist und dann wieder stark abnimmt. Das ist unnatürlich und schreckt potenzielle Kunden ab. Niemand möchte mit einem Fake-Influencer zusammenarbeiten. Natürliches Wachstum ist daher sehr wichtig.

Wenn du dich nicht auf eine Nischenpublikum fokussierst und zu sehr auf die Breite Masse abzielst, hast du vielleicht ein sehr großes Publikum. Dieses vertraut aber nicht unbedingt auf deine Ratschläge, weil du auf einem großen Markt nicht als Experte angesehen wirst.

Wenn du dich dagegen sehr stark darauf konzentrierst, auf deinem Nischenmarkt Experte zu sein, hast du eine Community, die deinen Empfehlungen vertraut. Diese wird sicherlich auch die von dir empfohlenen Produkte kaufen und dir bestimmt auch auf anderen Plattformen folgen. Die Likes und Kommentare sowie die Teilungen deiner Beiträge werden zunehmen. Antworte unbedingt darauf, damit eine Kommunikation zwischen dir und deinen Fans zustande kommt.

Nutze die Insights der Social Media Plattformen, um zu sehen, wann deine Fans online sind. Poste zu diesen Zeiten! Schaue auch, welche Posts am besten ankommen und lerne daraus. Schlecht funktionierende Postings kannst du zukünftig weglassen.

Versuche, mithilfe von Gewinnspielen oder Umfragen die Follower zur Interaktion zu bewegen. Am besten sind dabei Fragen, auf die eine einfache Antwort wie „Heiß oder kalt?“, „Ja oder Nein?“ möglich ist oder wo man einfach nur eine Checkbox anhaken muss. Sobald die Fans eine Antwort ausformulieren müssen, kannst du mit einer geringeren Teilnahme rechnen.

4. Erstelle ein Media Kit

Wenn du erste Anfragen von Kunden für das Bewerben von Produkten erhältst, solltest du ein ansprechendes Media Kit bereithalten. Das kann beispielsweise  eine A4-PDF-Datei sein. Stelle sicher, dass es folgende Informationen enthält:

  • Deine sozialen Kanäle und ggfs. deine Website,
  • Größe des Publikums auf allen Plattformen,
  • Demografische Daten des Publikums (Alter, Geschlecht, Standort) – nur so weiß der Kunde, wen du mit deinem Content eigentlich ansprichst,
  • die Zugriffszahlen deiner Kanäle,
  • Preise mit jeweiligem Leistungsumfang.

Zudem sind Beispiele für Inhalte sinnvoll, die du in der Vergangenheit produziert hast. Hier kannst du je nach Kunde am besten ein wenig variieren. Ergänze dein Media Kit mit den Marken, mit denen du in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet hast (falls vorhanden).

5. Konzentriere dich nicht nur auf eine Plattform, wenn du Influencer werden willst

Du bist voll und ganz Instagramer? Vielleicht solltest du deinen Horizont erweitern und deine Flügel in Richtung eines zweiten Social Media Accounts ausstrecken. Warum? Weil deine Zielgruppe längst nicht nur Instagram besucht. Überlege dir, wo sich diese auch noch tummeln könnte.

Vielleicht sprichst du ein jüngeres Publikum an und machst gern Video-Content? Dann ist TikTok einen Versuch wert. Vielleicht ist es aber die ältere Zielgruppe, die du für dich gewinnen möchtest? Dann überlege dir, auf Facebook durchzustarten. Zu viele Accounts sollten es dann aber auch nicht sein, sonst verlierst du den Fokus.

Fazit

Alle, die Influencer werden wollen, sollten wissen, dass sie Geduld haben müssen. Man wird nur in den seltensten Fällen über Nacht berühmt, indem man einen Post absetzt, der viral geht. Verliere nicht den Mut, wenn es am Anfang nur schleppend voran geht. Ein weiterer wichtiger Tipp ist, dass du dir immer treu und damit authentisch bleibst.

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