Die meisten Frauen mit glatten Haaren wünschen sich zumindest manchmal eine prächtige Lockenmähne. Doch es ist nicht einfach, die Haarstruktur so zu verändern, dass die Locken lange halten. Mit einigen wirkungsvollen Tricks gelingt es aber, zumindest für einige Stunden schöne Wellen in die Haare zu zaubern.

Der Lockenstab als Must-have

Ohne Lockenstab oder andere Hilfsmittel geht es nicht – das ist eine Tatsache. Der Lockenstab glättet einerseits die Haarstruktur, bringt somit Glanz und festigt durch die Hitzeeinwirkung jede mechanisch geformte Locke.

Definierte Locken gelingen dir mit einem Lockenstab
Definierte Locken gelingen dir mit einem Lockenstab
© via Canva.com

Da man einen Lockenstab nie auf nassem Haar anwenden sollte, empfiehlt es sich, die Haare zunächst mit den Föhn vorzutrocknen. Für einen besseren Halt der Lockenpracht gibt man davor ein Stylingprodukt ins Haar. Dafür eignet sich ein Schaumfestiger, z.B. „Curl Control Locken-Schaumfestiger“ von Syoss. Im letzten Schritt wickelt man Strähne für Strähne die Haare um den Lockenstab, hält das Ende der Haarsträhne etwa 15 Sekunden fest und nimmt den Stab dann langsam heraus. Nun unbedingt die Locke noch kurz in der Form halten, sonst hängt sie sich sofort wieder aus. Hier kann man sich das in einem Video ansehen:

Mit Glätteisen Wellen kreieren

Wenn du etwas geübt bist, kannst du mit einem einfach Glätteisen sanfte Wellen in die Haare bringen. Dazu klemmst du das Eisen am Haarsatz um eine Strähne und drehst das Gerät einmal um 360 Grad, also quasi komplett herum. Anschließend ziehst du in dieser Position die Strähne bis nach unten durch. Das sollte allerdings zügig passieren, damit du nicht zu lang an einer Stelle bleibst und das Haar dort Schaden nimmt.

Auch mit dem Glätteisen kannst du sanfte Wellen im Haar formen
Auch mit dem Glätteisen kannst du sanfte Wellen im Haar formen
© via Canva.com

Beim Lockenstab auf Qualität achten

Damit unsere Haare durch die starke Hitze keinen Schaden nehmen, ist es wichtig, immer nur qualitativ hochwertige Lockenstäbe zu verwenden. In den meisten Fällen haben diese eine Keramikbeschichtung und man kann die Temperatur der eigenen Haarstruktur anpassen. Dünne Haare können schon mit deutlich weniger Hitze geformt werden als besonders kräftiges Haar.

Die Tri-Zone® Technologie beim Lockenstab sorgt dafür, dass permanent eine konstante Wärme abgegeben wird und die Locken somit besonders gleichmäßig geformt werden. Lockenstäbe mit dieser Technologie sind beispielsweise bei Ready2Style erhältlich.

Von der Welle zur Locke

Eigentlich ist es offensichtlich: Für besonders kleine Locken sollte ein kleiner Lockenstab (ca. 1,9 cm Durchmesser) gewählt werden. Große glamouröse Welle gestalten sich hingegen mit einem sehr voluminösen Stab von 3,8 cm Durchmesser (gibt es von www.babyliss.de) viel besser. Auch ist es möglich, nur die unteren Haarlängen zu curlen, dann bleibt die Haarpartie bis zur Höhe des Ohren glatt. Das ist Moment total angesagt.

Besonders natürlich sieht es aus, wenn die Spitzen der einzelnen Strähnen nicht gelockt werden, man also mit dem Aufwickeln oben beginnt und die Strähne nicht ausrollte, sondern um den Stab wickelt. Das unterste Ende behält man einfach zwischen den Fingern.

Und noch ein Tipp: Mit einem Glätteisen bekommen wir auch eine leiche Welle hin! Dazu einfach die Strähne oben einlegen, den Glätteisen einmal drehen und dann die Strähen erst langsam durchziehen.

Locken selber machen mit Heizwicklern

Wenn du klassische Lockenwickler benutzt, müssen die Haare richtig gut vorgeföhnt werden, damit sie vollständig durchgetrocknet sind, sobald man die Wickler herausnimmt. Heizwickler helfen hier mit extra Wärme nach und beschleunigen den Trocknungsvorgang. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Es handelt sich um samtige Lockenwickler, die noch im Gerät innerhalb mehrerer Minuten aufgeheizt, dann ins fast trockene Haar gedreht und mit Hilfe von großen Klemmen befestigt werden. Sie bleiben dort dann so lange, bis sie völlig ausgekühlt sind.

Ob man nun einen Lockenstab oder Heizwickler benutzen möchte, um sich Locken zu machen, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Mit dem Lockenstab hat man eindeutig mehr Arbeit, er bietet aber den echten Vorteil, dass das Haar anschließend wunderbar glänzt.

Die Trocknungszeit beim Lockenwickler ist länger als bei einer Behandlung mit dem Lockenstab - hier sollte gut vorgeföhnt werden
Die Trocknungszeit beim Lockenwickler ist länger als bei einer Behandlung mit dem Lockenstab – hier sollte gut vorgeföhnt werden
© via Canva.com

Stylingprodukte für Locken einarbeiten

Locken brauchen ein anderes Styling als glattes Haar. Wer Locken selber machen will, sollte demnach immer eine Stylingcreme, ein Lockenmousse, Schaumfestiger oder ein Lockenspray wie z.B. das „ghd Curl Hold Spray“ benutzen. Es wird auf die trockene Strähne gesprüht und diese dann sofort im Anschluss mit einem Lockenstab behandelt. Wie oben schon beschrieben, gibt es auch Mittel, die man ins handtuchtrockene Haar gibt. Je nach Beschaffenheit des Haares reagiert dies unterschiedlich auf jedes Mittel. Daher muss man ausprobieren, was beim eigenen Haar am besten funktioniert.

Stylingprodukte bieten je nach Produkt:

  • Hitzeschutz
  • Halt
  • Glanz
  • bei krausem Haar Schutz vor Frizz (krisseligem Haar)

Und nochmal: Es ist besonders wichtig, die Strähne vor dem Aushängen in ihrer Form auskühlen zu lassen! Wenn das Haar im warmen Zustand wieder auf Länge gedehnt wird, fällt die gewünschte Locke oder Welle wieder in sich zusammen. Daher: Lockenstab nach 10 bis 15 Sekunden herausziehen und Locke mit der Hand noch so lange in Form halten, bis sich das Haar kühl anfühlt. Alternativ kann man die Strähne bzw. Locke auch festclipsen. Je länger man sich für die einzelnen Locken Zeit nimmt, desto besser halten sie!

Viel Spaß beim Curlen!

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