Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist nicht nur im Büro beim Arbeitgeber, sondern auch im Home Office wichtig. Schließlich stellst du dir doch im Auto auch den Sitz passend ein, damit du ordentlich fahren kannst. Das ist in etwas vergleichbar mit der richtigen Einstellung deines Arbeitsplatzes. Erfahre hier, was du dafür im Home Office tun kannst. 

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist auch im Home Office wichtig und möglich
Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist auch im Home Office wichtig und möglich
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Wo sollte man das Home Office aufbauen?

Man kann sich den Standort seines Arbeitsplatz zu Hause oft nicht aussuchen. Manche haben den Luxus, ein eigenes Arbeitszimmer mit Fenster zur Verfügung zu haben. Hier ist eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung dann releativ einfach. Andere müssen ihren Schreibtisch zwischen Bett und Garderobe aufstellen. Manche funktionieren sogar den Esstisch für einige Stunden am Tag zum Schreibtisch um – und dies ist wohl die ungesündeste Alternative. Denn hierbei kann weder die Tischhöhe noch der Stuhl an deinen Körper angepasst werden. Im schlimmsten Fall ziehst du stundenlang die Schultern hoch und streckst deinen Kopf schildkrötenartig nach vorn. In dieser Position sind Verspannungen im Nacken und am Rücken vorprogrammiert.

1. Der richtige Tisch für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

Für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist es wichtig, dass man Tisch und Schreibtischstuhl als eine zusammengehörige Einheit betrachtet. Stelle erst den Stuhl richtig ein und richte dann die Tisch auf eine optimale Höhe aus, so dass deine Unterarme in aufrechtem Sitz im 90°-Winkel zum Oberarm auf der Tischkante aufliegen. Die passenden Büromöbel und viele Inspirationen findest du bei Havic. Damit du den Tisch auf eine optimale Höhe einstellen kannst, sind höhenverstellbare Füße eine große Hilfe. Keinesfalls solltest du deine Schultern hochziehen müssen. Eventuell möchtest du auch in einen praktischen Stehschreibtisch investieren. Hier gibt es Modelle mit elektronischem Antrieb und auch manueller Verstellmöglichkeit.

Ein Stehschreibtisch ist eine tolle Alternative zum Sitzen, wenn man lange am Computer arbeiten muss

2. Stelle den Schreibtischstuhl auf dich ein

Bei einem ergonomischen Schreibtischstuhl sind verschiedene Einstellmöglichkeiten vorhanden. Es gibt Modelle mit stützender Armlehne, dann muss diese auf die Länge deiner Oberarme ausgerichtet sein, so dass die Arme entspannt aufliegen. Zudem ist ein leichte Neigung der Sitzfläche gut für ein dynamisches Sitzen. Du solltest allerdings nicht das Gefühl haben, aus dem Stuhl „zu fallen“. Wenn der Stuhl eine Unterstützung der Lendenwirbelsäule mitbringt, ist das ein weiterer Pluspunkt. Die Höhe der Sitzfläche hängt man deiner Beinlänge ab. Die Füße sollten vollflächig auf dem Boden stehen und nicht in der Luft hängen.

Als Alternative zum Schreibtischstuhl kannst du für eine optimale ergonomische Arbeitsplatzgestaltung zeitweise einen Sitzball oder Sitzhocker benutzen. Dieser regt die Durchblutung sowie den Kreislauf an, zudem werden die Bandscheiben durch Bewegung mit dem nötigen Sauerstoff versorgt.

3. Tastatur und Maus optimal ausrichten

Auch deine Tastatur sowie die Maus solltest du einmal näher betrachten. Wenn es für deine Handgelenke angenehmer ist, in schräger Position zu tippen, dann gibt es dafür extra geformte Tastaturen mit verschiedenen Vorteilen wie

  • zweigeteiltes Keyboard,
  • Aufstell-Füßchen für die Einstellung der Tastatur-Neigung,
  • Unterstützung des Handballens.

Damit verhinderst du u.a. Schmerzen in den Gelenken. Gleiches gilt für die Computermaus. Um deine Hände und vor allem auch die Unterarm-Muskulatur zu entlasten, sind speziell ergonomisch geformte Maus-Modelle zu bekommen. 

4. Monitorhöhe anpassen

Um den Nacken, die Schultern und auch den Rücken zu schützen, sollte dein Kopf senkrecht zum Nacken stehen. In dieser Position ist die Belastung am geringsten. Optimalerweise stellst du deinen Monitor in seiner Höhe also so ein, dass dein Blick geradeaus direkt auf den Bildschirm ausgerichtet ist.

Wenn du nun also am Esstisch arbeitest, wird dein Laptop vermutlich viel zu weit unten positioniert sein. So musst du den Kopf weit nach vorn strecken und den Nacken beugen. Für eine kurze Zeit ist das nicht das Problem, langfristig jedoch sind Verspannungen vorprogrammiert. Einen Standmonitor kann man mit Hilfe von Büchern auf die richtige Höhe bringen. Beim Laptop hilft es, eine extra Tastatur sowie Maus anzuschließen und das Gerät ebenfalls hochzustellen. Mit einem USB-Hub kann man hier das Problem der vielen Stecker schnell lösen.

Der ständige Blick nach unten mit gebeugtem Nacken führt schnell zu Verspannungen
Der ständige Blick nach unten mit gebeugtem Nacken führt schnell zu Verspannungen
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5. Achte auf gutes Licht

Damit deine Augen nicht überlastet werden und man dauerhaft konzentriert und motiviert bleibt, ist optimales Licht für die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung auch im Home Office wichtig. Es verhindert die frühzeitige Ermüdung. Am besten ist der ganze Raum gleichmäßig mit Tageslicht ausgestrahlt. Sofern es dunkel wird, sollte für die Bürobeleuchtung eine Farbtemperatur in Warmweiß, Neutralweiß oder Tageslichtweiß mit einem hohen Blauanteil genutzt werden. 

Fazit

Ein auf deinen Körper abgestimmter Arbeitsplatz ist selbst im Home Office notwendig, um Verspannungen und andere gesundheitliche Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel vorzubeugen.

Hast du keinen Platz für einen extra Schreibtisch, stelle den Monitor mit Hilfe von Büchern als Unterlage auf eine optimale Höhe ein und dehne dich zwischendurch immer mal wieder. Versuche zudem, viele Aufgaben nicht in der gleichen Position durchzuführen. Gehe daher auch mal in der Wohnung umher oder arbeite wenn es geht zeitweise stehend am Küchentresen. So veränderst du deine Haltung laufend, das kann Verspannungen verhindern.

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