Der Trend Clean Beauty ist inzwischen zu einem festen Bestandteil in der Kosmetikbranche geworden. Doch was genau steckt hinter diesem Begriff und wie grenzt er sich von Naturkosmetik ab? 

Clean Beauty ist nicht gleich Naturkosmetik

Wie du dir sicherlich vorstellen kannst, wird Naturkosmetik nur auf Basis von pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Inhaltsstoffen hergestellt. Auf manche dieser Stoffe reagieren empfindliche Menschen mit Allergien, viele ätherische Öle sind hier ein sehr gutes Beispiel. Und hier liegt auch schon der deutliche Unterschied zur Kosmetik aus der Sparte Clean Beauty: In diesem Bereich können auch synthetisch hergestellte Inhaltsstoffe vorhanden sein, diese sind allerdings in Studien auf Bedenklichkeit geprüft und daher sicher in der Nutzung – auch für Allergiker.

Zudem gibt es übrigens auch noch Bio-Kosmetik, welche nur natürliche Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau beinhaltet. Vegane Kosmetik verzichtet auf Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs, nachhaltige Kosmetik verzichtet auf umweltbelastende Inhaltsstoffe und setzt auf eine nachhaltig produzierte Verpackung. Tierversuchsfreie Kosmetik vermeidet bei der Herstellung das Testen an Tieren.

Clean Beauty enthält keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe
Clean Beauty enthält keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe
© Pavel Danilyuk via Pexels / CC0

Reine Kosmetik ohne Bedenken nutzbar

Am Anfang stand der Wunsch, reine Kosmetik herzustellen. Man kann sich leicht vorstellen, dass dieser Wunsch vor allen Dingen von Menschen stammt, die mit Hautirritationen oder allergischen Reaktionen auf verschiedene Kosmetikprodukte reagieren. So wurden also für die Einordnung in den Bereich Clean Beauty nur noch Kosmetika vorgesehen, die keinerlei bedenkliche Stoffe beinhalten. Es ist allerdings nicht unbedingt sichergestellt, dass die Produkte nachhaltig sind.

Was sind bedenkliche Inhaltsstoffe?

Welche Stoffe sind denn nun bedenklich? Hier scheiden sich die Geister und entsprechend sind manche Listen im Bereich der Clean Beauty länger und andere kürzer.

Überall zu finden sind allerdings diese Stoffe, von denen wir die meisten eigentlich auch aus unserem Wortgebrauch kennen. Wissenschaftlich belegt sind viele vermuteten Wirkungen allerdings nicht, daher sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Wirkstoff aus seinem Anwendungsbereich streichen möchte oder nicht.

  • Paraffine: Sie werden auf umweltschädigende Weise gewonnen, es wird vermutet, dass sie die Bildung von Krebs begünstigen.
  • Duftstoffe: Künstlich hergestellte Duftstoffe sowie auch natürlich gewonnene Duftstoffe können Hormonstörungen auslösen und freie Radikale begünstigen.
  • Parabene: Hier wird vermutet, dass sie Hormonstörungen begünstigen.
  • Silikone: Eine Überpflegung von Haut und Haaren kann möglich sein.
  • Sonnenschutz in chemischer Form: Auch hierdurch werden vermutlich hormonelle Störungen begünstigt.
  • BHA (Butyliertes Hydroxyanisol): Dieses Konservierungsmittel kann zu Hautirritationen führen.
  • Toluol: Hierbei handelt es sich um ein Lösungsmittel, was vermutlich unser Immunsystem stören kann.
  • Ethanolamine: Giftige Chemikalien sind in diesen Alkoholen eventuell enthalten – diese stehen in Verdacht, Krebs zu fördern.

Für wen ist Clean Beauty besonders gut geeignet?

Da viele sonst in Kosmetika verwendete Inhaltsstoffe unser hormonelles Gleichgewicht empfindlich stören können, sollten gerade Frauen mit Problemen in diesem Bereich über die konsequente Verwendung entsprechend reiner Produkte nachdenken. Nicht nur das quälende PMS Syndrom kann eventuell auf Dauer gelindert werden, auch andere Zyklusstörungen und hormonell bedingte Symptome kann man durch Verzicht auf herkömmliche Kosmetika eventuell minimieren.

Zudem sind Allergiker angesprochen, die vielleicht nicht nur mit Hautirritationen auf Cremes und Shampoos reagieren, sondern auch bei reizenden Duftstoffen Probleme mit der Atmung haben.

Vorheriger ArtikelDekoration für Partys: Diese Möglichkeiten hast du
Nächster ArtikelTrendfarben im Herbst 2021: Die Mode wird bunt!