Anfang des Jahres wird es bei vielen Menschen Zeit, sich über den Jahresurlaub Gedanken zu machen. Während der Pandemie ist die Ungewissheit groß, wie dieser – oft noch zeitlich in weiter Ferne liegende Urlaub – jetzt schon geplant werden soll. Können Flüge stattfinden? Wie sind die Bedingungen in den Hotels? Darf man überhaupt ins Wunschgebiet einreisen? All diese Fragen veranlassen viele von uns, sich Gedanken um Alternativen zu machen. Eine Minimierung des Risikos, dass der wohlverdiente Urlaub ins Wasser fällt, sollte bei der Planung das Ziel sein. Camping in Spanien wäre eine Option. Lerne im folgenden Text mehr über die Möglichkeit, im nicht zu weit von uns entfernten Spanien zu campen.

Sehr beliebt ist Camping in Spanien wegen der zahlreichen Eindrücke, die man in diesem Land erhalten kann
Sehr beliebt ist Camping in Spanien wegen der zahlreichen Eindrücke, die man in diesem Land erhalten kann
© Willian Justen de Vasconcellos via unsplash.com / CC0

Camping kann einen kontaktarmen Urlaub ermöglichen

Für einige Reisende ist Campingurlaub mit Wohnwagen oder Zelt nicht sehr attraktiv. Für andere Urlauber ist es das Größte, die schönste Zeit des Jahres „on the road“ und auf einem Campingplatz zu verbringen. Daran scheiden sich die Geister. Dennoch sollte man das Camping als Urlaubsvariante unbedingt mal probiert haben! Mittlerweile muss es nicht mehr Verzicht und Schlichtheit bedeuten, sondern kann sogar ziemlich komfortabel sein. Zudem ist es beim Camping möglich, Kontakte stark zu reduzieren. Das kommt uns in der Pandemie sehr entgegen. Und nicht zu vergessen: Camping bedeutet Freiheit, Individualismus und ein großes Abenteuer! 

Warum Camping in Spanien?

Absolutes Highlight im europäischen Raum ist Camping in Spanien. Viele Touristen, aber auch die Spanier selbst, unternehmen immer öfter eine Rundreise im Wohnmobil. Das ist eine tolle Alternative zum herkömmlichen Strandurlaub im Hotel. Das sehr facettenreiche Land lässt sich mit dem Camper wunderbar erkunden. Du kannst hier direkt mit deinem Wohnmobil oder Wohnwagen aus Deutschland anreisen. Bei einer Reise auf die Kanaren ist das nicht so einfach.

Spanien ist zu Recht eines der Lieblings-Urlaubziele der Deutschen. In diesem Land wird einem schlichtweg alles geboten, was das Urlauberherz begehrt: Kilometerlange Strände, köstliches Essen zu moderaten Preisen, tolles Wetter.  Die Anreisezeiten sind vergleichsweise kurz, es gibt malerische Bergdörfer und prächtige Kirchen zu entdecken. Zudem locken bunte Volksfeste und lebendige Märkte. Und dann findest du natürlich einerseits viel Ruhe, anderseits auf Wunsch aber auch ein pulsierendes Nachtleben

Auf eigenen Wegen durch Spanien reisen

In jedem Teil von Spanien gibt es eine Menge zu entdecken. Von den Pyrenäen bis hin zur Küste ist das Landschaftsbild Spaniens zu jeder Jahreszeit sehenswert und abwechslungsreich! Um sich einen guten Eindruck vom vielseitigen Spanien machen zu können, ist eine Reise mit dem Wohnwagen/Camper eine ausgezeichnete Möglichkeit. Auf diese Art und Weise kann man sich die unterschiedlichen Regionen des Landes individuell erschließen und seinen Wünschen und Vorlieben entsprechend die Orte anfahren, die einen interessieren.

Beim Thema Wahrzeichen könnten beispielsweise folgende Reiseziele in Spanien auf der Liste stehen:

  • Kathedrale von Barcelona
  • Alhambra in Granada
  • Guggenheim-Museum in Bilbao
  • Moscheenkathedrale Mezquita in Cordoba.

Wenn man gerne in den Bergen unterwegs ist, lohnt sich ein Ausflug in die Sierra Nevada. Das ist das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel (3482 m). Hier liegt üblicherweise von November bis Mai Schnee.

In Punkto Strände sind mit knapp 5000 km Küstenlinie beispielsweise die Küstenabschnitte Costa Blanca, Costa del Sol und die Costa Brava als Hauptreiseziele zu nennen. 

Kulinarische Highlights entdecken

Jede Region von Spanien ist durch eine umfangreiche Geschichte geprägt und für ihre einzigartige Küche bekannt. Eines der traditionellsten Gerichte Spaniens sind die Tapas. Das sind warme oder kalte Snacks, die jeweils auf kleinen Tellern serviert werden. Von der Tortilla de patatas (spanisches Omelett aus Eiern mit Kartoffeln und Zwiebeln), bis hin zu Patatas Bravas (frittierte Kartoffelstücke mit einer pikanten Tomatensauce), Jamón (Schinken), Gambas (Garnelen), Oliven, Boquerones fritos (frittierte Sardellen) oder Pimientos de Padrón (in Olivenöl zubereitete und mit grobkörnigem Salz gewürzte Paprikaschoten) gibt es jede Menge Auswahl.

Neben den Tapas ist die Paella das kulinarische Traditionsgericht. Es handelt sich hierbei um eine reich gefüllte Speise mit Safranreis und u.a. Meeresfrüchten und Hühnchen. Diese kulinarische Köstlichkeit sollte man unbedingt vor Ort probieren oder auch schonmal zu Hause nachkochen!

Paella ist ein schmackhaftes spanisches Nationalgericht
Paella ist ein schmackhaftes spanisches Nationalgericht
© Douglas Lopez via unsplash.com / CC0

Spanien punktet mit gutem Wetter

Ein weiteres Argument für Spanien ist die gute Wetterlage. Das Klima ist zwar durch das ganze Land hinweg sehr unterschiedlich, doch man findet hier selbst im Winter viele Strände, an denen man die Sonne genießen kann. Durch das mediterrane Klima ist es im Sommer meistens im gesamten Land sehr heiß und auch trocken. Die Winter sind mild, es regnet nur wenig. So kannst du das ganze Jahr über in Spanien deinen Urlaub verbringen.

Was gibt es beim Camping in Spanien zu bedenken

Für einen reibungslosen und entspannten Campingurlaub sollte man sich vorher über das Campen in Spanien informieren. Das Wildcampen ist in Spanien nämlich keineswegs erlaubt! Es stellen sich aber noch verschiedene weitere Fragen wie z.B.:

  • Reist man mit einem anderen Verkehrsmittel an und mietet einen Camper direkt in Spanien an einer sogenannten Camper-Station? Oder bereist man das Land schon mit einem Wohnmobil von Deutschland aus?
  • Welcher Camper ist für meinen Zweck am besten geeignet?
  • Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?
  • Reicht mein Führerschein in seiner Form?
  • Wo finde ich die richtigen Campingplätze in Spanien?

Bei der Planung spielt es eine wichtige Rolle, wieviel Zeit man insgesamt für den Urlaub zur Verfügung hat. Weitere Aspekte sind, wie viel Gepäck und Ausrüstung man dabei hast, ob man auf dem Weg nach Spanien noch interessante Stopps einlegen möchte und ob man vielleicht seinen Hund mitnehmen möchte.

Unterwegs auf den Straßen Spaniens

Bei den Verkehrsregeln muss man sich nicht großartig umstellen. Innerhalb der Orte gilt eine Geschwindigkeits-Begrenzung von 50 km/h. Außerhalb geschlossener Ortschaften kann man mit bis zu 80 km/h, zum Teil auch 90 km/h reisen. Doch auf den spanischen Autobahnen gilt eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Ist man schneller unterwegs, muss man mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Als EU-Mitgliedsland akzeptieren die spanischen Behörden übrigens den deutschen Führerschein uneingeschränkt. Da gibt’s schonmal keine Probleme.

Wissenswert ist außerdem, dass Spanien zu den Ländern mit einer flächendeckenden Streckenmaut auf allen Autobahnen gehört. Der Gesamtbetrag an Mautgebühren variiert je nach Fahrzeug und gefahrener Strecke. Man kann grob mit 8€ bis 10€ für 100 Kilometer rechnen.

In Spanien gibt es eine große Vielzahl an Campingplätzen, hierunter einfache Stellplätze aber auch sehr gut ausgestattet Anlagen mit Restaurant, Pool, Supermarkt und weiteren Annehmlichkeiten. Die Preise für einen Campingplatz liegen ungefähr zwischen 15€ und 50€ pro Tag, abhängig von der Lage sowie der Ausstattung. An beliebten Küstenabschnitten sind die Kosten höher als im Landesinneren.

Für Fans der absoluten Freiheit und maximalem Individualtourismus sei gesagt, dass man mit seinem Wohnmobil auf gekennzeichneten Parkflächen zwar freistehen darf, es aber nicht nach Campingurlaub aussehen sollte. Wie schon erwähnt, ist das Wildcampen in Spanien gesetzlich verboten – auch wenn es oft toleriert wird. Es ist jedoch abhängig von der jeweiligen Region, in der du unterwegs bist und natürlich auch von der betreffenden Person, mit der man zu tun hat. Der eine Polizist drückt vielleicht ein Auge zu, der andere nicht. Der eine Anwohner fühlt sich gestört, der nächste nicht. Verhalte dich am besten immer rücksichtsvoll und natürlich auch respektvoll.

Aber: Die Kontrollen haben in den letzten Jahren zugenommen. Wer nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen möchte, wählt zum Übernachten also lieber einen Campingplatz. 

Sich unterwegs versorgen

Auch noch gut zu wissen ist, dass die Versorgung mit Lebensmitteln in Spanien ein Volltreffer ist. Supermärkte gibt es hier einfach überall in großer Auswahl, auch die bekannten Ketten aus Deutschland. Insgesamt sind die Lebensmittelpreise mit denen bei uns vergleichbar. Frische Produkte kann man allerdings am besten auf Wochenmärkten kaufen oder direkt vom Erzeuger. In vielen großen Städten und auch kleinen Orten gibt es einen täglich oder wöchentlich stattfindenden Markt, um sich mit frischen Lebensmitteln einzudecken. 

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